Kalbe l Im September 2015 war sie ihrer Bestimmung übergeben worden. Am Dienstagmorgen stand sie nicht mehr, sondern lag samt Metallgestell zerbrochen im Gras: die steinerne Info-Tafel, die bislang am Gardelegener Tor in Kalbe über den Fluss Milde informierte. Es gibt noch weitere dieser Tafeln im Stadtgebiet. Initiiert hat das Ganze der örtliche Kultur- und Heimatverein.

Anzeige bei der Polizei

Entsprechend entsetzt reagierten nun dessen Mitglieder auf das Vorkommnis. Am Wochenende, so berichteten Kalbenser, die an der Ostpromenade entlangspaziert waren, habe die Tafel noch gestanden. Ob sie per Hand oder mit einem Fahrzeug umgestoßen worden ist oder ob sie gar der Wind umgeworfen hat, ist derzeit noch unklar. Fakt ist, dass sie beim Aufschlagen auf dem Boden zerbrochen ist. Dabei ist ein Schaden von rund 1000 Euro entstanden. „Und sie lässt sich leider auch nicht reparieren“, sagte gestern Vorstandsmitglied Henning Krüger nach Rücksprache mit einer örtlichen Fachfirma. Deren Mitarbeiter hatten die Tafel gestern Nachmittag abgeholt. Unklar ist, ob und wann sie ersetzt werden kann. Da Vandalismus nicht gänzlich auszuschließen ist, ist vorsorglich Anzeige bei der Polizei erstattet worden.

Nach Angaben der Vorsitzenden des Kultur- und Heimatvereins, Andrea Müller, gibt es innerhalb des Stadtgebietes von Kalbe neun weitere dieser Tafeln, die auch dank Sponsorenhilfe aufgestellt werden konnten. Sie weisen auf besondere Gebäude und Plätze hin.