Am 10. Juni fand bei sommerlichen Temperaturen im Schlosspark des Jagdschlosses Kranichstein (nahe Darmstadt in Hessen) die Bundesmeisterschaft im Parforcehornblasen statt. Bei dieser auf einem sehr hohen Niveau ausgetragenen Veranstaltung belegte die Parforcehornbläsergruppe Mildetal Gardelegen einen hervorragenden dritten Platz von insgesamt zehn Jagdhornbläsergruppen aus ganz Deutschland. Das Bläserensemble unter Leitung von Hornmeister Rüdiger Kass verhalf hierbei nicht nur der Hansestadt Gardelegen zu überregionaler Bekanntheit, sondern zeigte als einziger Vertreter der neuen Bundesländer, dass auch hier die jagdmusikalische Tradition virtuos aufrechterhalten wird.

Theresienfanfare überzeugte

Mit der Theresienfanfare aus Böhmen und den beiden französischen Werken Echo der Vogesen und Le Point du Jour konnten die altmärkischen Musiker bei herrlichem Wetter im großen Schlosspark die fünf Wertungsrichter überzeugen. Gespielt wurde auf den in der Tonart Es gestimmten historischen Parforcehörnern, die mit ihren etwa 4,2 Meter ausgerollter Länge und ihrem großen Schalltrichter einen imposanten und klangvollen Resonanzkörper darstellen. Ihren Ursprung haben diese Instrumente im Frankreich des späten 16. Jahrhunderts.

Die zehn Mildetaler Bläser (eine Frau und neun Männer) haben sich zwei Jahre intensiv auf diese Meisterschaften vorbereitet und nun die Früchte ihrer Mühen geerntet. Ermöglicht wurde dieses doch sehr aufwändige Unternehmen aber erst aufgrund der Förderung durch die Hansestadt Gardelegen sowie die Jägerschaft Gardelegen und den Landesjagdverband Sachsen-Anhalt. Wer die Mildetaler Parforcehornbläser persönlich erleben will, kann zum Beispiel am 5. November die Hubertusmesse in der Letzlinger Schlosskirche besuchen.