Kalbe lDas  Sturmtief „Bennet“ hat das Storchennest von der Kalbenser Burgruine gepustet Es war aus seinem Metallring geweht worden und hing seither an der Innenseite des alten Mauerwerkes.

Als Michael Arens, der Vorsitzende der Naturschutzfachgruppe Vienau, davon Kenntnis erhielt, setzte er sich umgehend mit dem Chef der Kalbenser Ortsfeuerwehr, Ramón Rulff, in Verbindung. Schließlich ließ sich die Reparatur nur mithilfe der Drehleiter und des dazugehörenden Rettungskorbes absolvieren.

Und weil zurzeit die Störche auf dem Rückflug aus ihren Winterquartieren sind und wieder Nester in der Altmark beziehen wollen, musste es auch ganz schnell gehen. Also wurde ein Termin für den gestrigen Sonntag ausgemacht und es gab einen gemeinsamen Einsatz von Brandbekämpfern und Naturschützern.

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Auch wenn das Storchennest auf der Kalbenser Burgruine in den den vergangenen Jahren verwaist war, besteht nach wie vor Hoffnung, dass sich dort wieder Adebare niederlassen. Also wurde nun der auf halb acht hängende Rest des Horstes vom Giebel geholt und durch einen ganz neuen Unterbau ersetzt, den Michael Arens zuvor mitgebracht hatte. Er besteht aus Weidengeflecht und wurde natürlich auch wieder mit Mist befüllt, was die Adebare bekanntlich anlocken soll.

Kurz darauf bestiegen Arens selbst und der Kamerad Wolfgang Lüttge den Rettungskorb, um den neuen Unterbau nach oben an die Spitze des Burggiebels zu bringen. Maschinist Matthias Lemm, der die Drehleiter betätigte, hatte dabei immer ein wachsames Auge auf die Männer in luftiger Höhe. Das Wetter zeigte sich zu diesem Zeitpunkt zum Glück sehr freundlich.

Am Boden wurden die Reparaturarbeiten auch von Ortswehrleiter Ramón Rulff und dem Kameraden Markus Köwitsch unterstützt. Und so konnten die Arbeiten nach knapp einer Stunde für beendet erklärt werden. Nicht nur Michael Arens wünscht sich, dass bald wieder Adebare auf die Burg ziehen.