Gardelegen l Es zeichne sich eine spannende Zusammenarbeit ab, da sich alle als Team verstehen und sehr viele eigene Vorstellungen einbringen werden. Dirk Kuke aus Weteritz, aktuell im Stadtrat in der Fraktion Freie Liste/Feuerwehr vertreten, zeigte sich zufrieden nach der Nominierungsveranstaltung am Freitagabend im Weteritzer Krug. Es sei gelungen, 15 Bewerber – acht Männer und sieben Frauen – für die Stadtratswahlen am 26. Mai zu interessieren. Ebenfalls positiv sei zu sehen, dass jedes Altersjahrzehnt vertreten sei, denn die Bewerber seien zwischen 26 und 75 Jahre alt.

Jeder gerne gesehen

„Nicht verwalten, sondern gestalten“ sei das Ziel, Motto und der Leitgedanke der Freien Liste (FL) für Gardelegen. Ab März sollen regelmäßig Zusammenkünfte stattfinden, um die Strategie und die Schwerpunkte der Wahlen zum Kreistag und zum Gardeleger Stadtrat – die Wahlperiode geht von 2019 bis 2024 – festzulegen. Dabei sei jedermann willkommen, der sich einbringen oder auch zunächst nur informieren möchte, betonte Kuke.

Erste Gedanken hat Kuke dazu bereits notiert. Grundsätzlich verstehe sich die FL als eine „auf unseren demokratischen Grundprinzipien beruhende Gemeinschaft politisch aktiver Bürger, die unabhängig von sozialer Herkunft und Religion sich in das gesellschaftliche Leben vor Ort einbringen und es gestalten wollen“. „Wir distanzieren uns entschieden von allen Äußerungen, Bewegungen und Parteien, die rassistisch, diskriminierend und völkerverachtend auftreten, lehnen jede Zusammenarbeit mit ihnen ab, treten jedoch für einen friedlichen, respektvollen Umgang miteinander ein“, betonte Kuke.

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Dirk Kuke, Freie Liste

In der zu Ende gehenden Wahlperiode habe sich die Freie Liste/Feuerwehr mit vielen Anträgen in die Kommunalpolitik eingebracht. Sie sei unter anderem Initiator des Projektes GardeLehrer, um künftige Lehrer für Gardelegen zu interessieren und mit einem Stipendium der Stadt zu unterstützen. Das Ganze habe sich zu einem Modellprojekt im Land gemeinsam mit dem Bildungsministerium entwickelt.

Insgesamt wurden sämtliche Vorhaben unterstützt, die die Region in vielen Bereichen weiterentwickelt haben oder noch weiter entwickeln werden, wie Neubauten von Kinderbetreuungseinrichtungen, Ausbau der Infrastruktur, Unterstützung der Wehren, Wirtschaftsförderung und vieles mehr. Diese Arbeit will die FL auch in der nächsten Wahlperiode fortsetzen.

Einige Punkte will die Freie Liste dabei neu aufnehmen. Auf Stadt- und Kreisebene sollen die Bildungseinrichtungen differenzierte und projektbezogene Profile erhalten. Beispielsweise wären für die Miester Sekundarschule Am Drömling der Umwelt- und Naturschutz, die Landwirtschaft und Berufsvorbereitung spezielle Themen. Schüler der Klassen eins bis zwölf sollten in der Schulzeit generell kostenfrei die Schulbusse nutzen können – auf der Grundlage ihres Schülerausweises. Außerhalb der Schulzeit sollten Schüler einen verminderten Beitrag für die Nutzung aller öffentlicher Verkehrsmittel zahlen. „Sagen wir mal, 50 Cent pro Fahrt, jedoch nicht mehr als einen Euro“, so Kuke. Damit könnten auch Schüler aus dem ländlichen Bereich die kulturellen und sportlichen Angebote der Stadt besser nutzen oder auch kostengünstig zu den Freibädern gelangen.

In der Vergangenheit habe die Fraktion die kostenlose Getränkeversorgung in den Kitas unterstützt. „Unser Bestreben aber geht dahin, dass in der Folgezeit auch die Kinderbetreuungskosten weitgehend gesenkt werden können“, so Kuke.

Weitere Themen sind Wirtschaftsförderung, die medizinische Versorgung, die Unterstützung des Ehrenamtes, die Innenstadtentwicklung, Natur- und Umweltschutz, Tourismus und die Thematik Integration von Flüchtlingen.