Kakerbeck l Die Mitglieder der KKG ließen es in der Turnhalle des Ortes so richtig rocken. Unter dem Motto „Let‘s rock“ startete die große Prunksitzung um Punkt 19.19 Uhr mit dem Schuss aus der Konfettikanone. Der Elferrat zog diesmal nicht als solcher, sondern in schwarzer Kluft mit dunklen Sonnenbrillen und dunklen Langhaarperücken als Rockerrat ein.

Steven Robe und Torsten Muck führten als Moderatoren durch den Abend. Sie begrüßten zum Auftakt den Kakerbecker Spielmannszug, die Prinzengarde und das Prinzenpaar, André I. und Karin I., das im richtigen Leben André und Karin Lange heißt. Und der diesjährige Prinz machte den Gästen im ausverkauften Haus gleich zu Anfang klar, wie überwältigend die Stimmung ist: „Von Jahr zu Jahr ist die Qualität des Kakerbecker Karnevals gestiegen. Deshalb können wir auf Helene Fischer als Liveact locker verzichten.“

Bäke Front rockt den Osten

Und dass die Stimmung tatsächlich so super war, dafür sorgten die zahlreichen Mitstreiter, die auf der Bühne und im Saal das Publikum unterhielten. Die Mittelfunken begeisterten mit einem flotten Tanz und wurden unter dem schmetternden Kakerbecker Vereinsruf „Immer hinein“ von den Zuschauern zur Zugabe aufgefordert. Natürlich lieferten sie diese ab.

Wenn es rockt, dann muss auch eine Rockband her. Im schönen Bäketal in Kakerbeck war das die Bäke Front. Mit dem Song „Der Osten rockt“ heizten sie im Saal so richtig ein. Die Schnabbelschnuten, die jüngsten Tänzerinnen des Vereins, zeigten, dass es um die Nachwuchsarbeit sehr gut bestellt ist. Sie zeigten zu kessen Tönen ihre frechen Tänze. Logo, dass eine Zugabe folgte. Zu Michael Jacksons „Black And White“ tanzten im Anschluss die kleinen Funken in weißem Hemd, schwarzen Höschen und mit schwarzer Fliege – schnieke.

Kesse Tänze zu flotten Tönen

Torsten Muck gab in der Bütt so manchen Seitenhieb auf das Geschehen in der Umgebung. „Stellt Euch vor, nun hat man herausgefunden, der Silbersee in Brüchau ist undicht“, spielte er auf die jüngsten Informationen aus dem Landesministerium an. Gäste aus Brüchau begrüßte er im Anschluss. Und dabei wurde auch gleich ein Geheimnis gelüftet: Die Olsenbande kommt aus Brüchau. Benny, Egon und Kjeld und sogar die stets modisch gekleidete Yvonne hielten in der Kakerbecker Turnhalle Einzug. Benny und Kjeld holten zunächst Egon aus dem Gefängnis ab. Der hatte längst einen „mächtig gewaltigen“ Plan für den nächsten Coup. Diesmal sollte die Kakerbecker Karneval-Gesellschaft das Opfer sein. Egon erfuhr, dass der Verein im Tresor eine Million Euro aufbewahrt, den Umsatz der Prunksitzung. Gesagt, getan. Der Tresor wurde gesprengt, der Koffer geöffnet. Doch es befanden sich nur Kronkorken darin. Egon kombinierte: Die Kakerbecker Karnevalisten haben alles in Bier umgesetzt.

Die Flotten Motten und das Männerballett sorgten für Spaß. Klar, dass am Ende jede Menge rockige Zugaben fällig waren.