Dauerparker

Kein freier Stellplatz für Badegäste: Stadt Kalbe will Maßnahmen gegen das Dauerparkern ergreifen

Wenn am Nachmittag die Gäste des Freibades Kalbe mit dem Pkw eintreffen, sind auf dem angrenzenden Parkplatz mit mehr als einem Dutzend Stellflächen kaum Flächen frei. Ab dem Vormittag sind diese oft über Stunden belegt. Dies soll sich nun ändern. Die Parkdauer dort soll auf zwei Stunden begrenzt werden.

Von Doreen Schulze
Morgens um 9 Uhr: Das Freibad hat noch nicht geöffnet. Der Parkplatz, der vor zwei Jahren extra für Gäste des Freibades angelegt worden ist, ist aber trotzdem schon  voll belegt.
Morgens um 9 Uhr: Das Freibad hat noch nicht geöffnet. Der Parkplatz, der vor zwei Jahren extra für Gäste des Freibades angelegt worden ist, ist aber trotzdem schon voll belegt. Foto: Doreen Schulze

Kalbe - Wer im Freibad Kalbe baden möchte und dazu mit dem Auto anreist, hat neben der Anlage an der alten Kegelhalle einen Parkplatz mit bis zu 16 Stellflächen, je nach Größe der dort parkenden Fahrzeuge. Die Parkfläche wurde 2019 neben der alten Kegelhalle im Zuge eines Arbeitseinsatzes geschaffen. Allerdings ist dieser Platz oft schon belegt, wenn am frühen Nachmittag – das Freibad öffnet ab 13 Uhr – die ersten Gäste anrollen.

Die dort abgestellten Fahrzeuge stehen dann dort oft schon stundenlang. Demnach ist auch nicht anzunehmen, dass die Fahrzeugführer dieser Autos gerade ihre Bahnen im Becken ziehen. Den Badegästen bleibt dann oft nur noch die Möglichkeit, das Fahrzeug am Straßenrand auf der Ostpromenade gegenüber der Freibadanlage abzustellen. Und gerade das sollte in der Regel nicht der Fall sein. Mit Schaffung der Parkplätze sollte verhindert werden, dass bei möglichen Einsätzen von Feuerwehr oder Rettungsdienst die Einsatzkräfte dort wegen der am Fahrbahnrand abgestellten Pkw nicht durchkommen.

Nun soll Abhilfe geschaffen werden, heißt es aus dem Ordnungsamt Kalbe. „Die Intention, diese Stellflächen zu bauen, war, Parkmöglichkeiten für Badegäste zu errichten. Aber es ist so nicht ausgewiesen“, bestätigt Anne Haase, Mitarbeiterin des Ordnungsamtes, auf Volksstimme-Anfrage. Dies solle nun nachgeholt werden.

Parkzeit auf zwei Stunden begrenzen

Momentan habe die Stadt keine Handhabe, um gegen die Dauerparker vorzugehen. Es gebe kein Schild, auf dem darauf aufmerksam gemacht werde, dass nur Badegäste diese Fläche nutzen dürften. „Es ist ein öffentlicher Parkplatz“, erklärt Anne Haase. Allerdings habe die Stadt nun ein Schild bestellt. Auch dieses werde nicht explizit nur für Badegäste das Parken erlauben. Mit dem neuen Schild solle aber die Parkdauer auf zwei Stunden begrenzt werden. „Damit wollen wir dem Dauerparken vorbeugen“, so Anne Haase.

Diese Bestellung ist vergangene Woche rausgegangen. „Ich hoffe, es wird schnell geliefert“, so die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung. Sobald das Schild vor Ort sei, würden die Mitarbeiter des Bauhofs dieses an der Ostpromenade anbringen.

Geschaffen wurde der Parkplatz im Juni 2019 bei einem mehrstündigen Arbeitseinsatz unter Beteiligung der Mitglieder des Freibad-Fördervereins, Vertretern des Gewerbestammtisches Kalbe und Mitarbeitern des städtischen Bauhofs. Die Aktion erfolgte im Zuge der MDR-Sendereihe „Mitmachen statt meckern“. Unterstützung gab es auch von Bauunternehmen der Region, die mit Material, zum Beispiel Schotter, und entsprechenden Maschinen, anrückten. Die Stadt stellte die Fläche vor der Kegelhalle zur Verfügung.

Notwendig wurde die Schaffung dieser Stellflächen damals, weil sich das Verkehrsaufkommen auf der Ostpromenade deutlich verstärkt hatte. Dies resultierte daraus, dass, nachdem die Milde-Brücke gesperrt worden war, die Ostpromenade nur noch aus Richtung Straße der Jugend befahrbar war.