Zichtau l Das berühmte Werk ist offenbar auch eines der Lieblingsstücke von Altmark-Festspiele-Intendant Reinhard Seehafer: „Man kann sich eigentlich nicht satt hören an der Musik von Schubert. Sie wird immer wieder gern gespielt“, betonte er nämlich schon bei der Begrüßung.

Viele Musikliebhaber waren gekommen, um Schuberts Forellenquintett zu hören. Seehafer selbst begleitete die vier Streicher am Klavier. Und die konnten sich absolut hören lassen: Die Bulgarin Stanislava Stoykova, derzeit Mitglied der Berliner Staatskapelle, spielte die Viola, ihr Kollege Alf Moser den Kontrabass und auch Cellist Nikolaus Hanjohr-Popa ist derzeit Wahlberliner. Der gebürtige Ungar ist stellvertretender Solocellist an der Staatsoper „Unter den Linden“ in Berlin.

Weltweit gefragter Star

Der Star unter den Streichern war indes unzweifelhaft Geigerin Viviane Hagner, die derzeit zu den profiliertesten Musikern ihrer Generation gehört. Bereits als 13-Jährige debütierte sie mit dem Israel Philharmonic Orchestra, ist seither auf allen großen Orchesterbühnen der Welt gefragt und regelmäßig zu Gast bei renommierten Festspielen in ganz Europa, in den USA und Asien.

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Gemeinsam machten die fünf Profimusiker am Sonntagnachmittag den Gästen im ausverkauften Saal so richtig gute Laune – genau wie das Wetter, wie Reinhard Seehafer mit einem Blick durch die großen Glasfenster nach draußen betonte.

Altmark Festspiele werben für Klassik

Auf Schuberts flinkes Fischlein – das bekannterweise den Beinamen Forellenquintett erhielt, weil Schubert dem Variationensatz sein Lied „Die Forelle“, nach dem Gedicht von Christian Friedrich Daniel Schubart als Thema zugrunde legte – mussten die Gäste allerdings ein bisschen warten: Im ersten Teil des Konzertes erklang zunächst ein Quintett für Klavier, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass von der Französin Louise Farrenc.

Viel Applaus für die so frühlingshaft fröhlichen Klänge gab es für beide Stücke. Und ein bisschen Werbung für klassische Musik gab es auch noch: „Sagen sie ihren Nachbarn Bescheid – die Hallen werden langsam immer größer, und die Welt soll wissen, dass auch die Altmark das kann“, warb nämlich Reinhard Seehafer für mehr Mut zur Klassik. Das komplett ausverkaufte Frühlingskonzert war dafür ein schönes Beispiel.