Zichtau l Teelichter auf den Tischen, Lichterketten und illuminierte Bäume: In den späten Abendstunden präsentierte sich der Zichtauer Gutspark stimmungsvoll, und rund 1000 Besucher ließen den Tag gemütlich ausklingen. Das erste Zichtauer Lichterfest wurde von Anwohnern und Gästen aus der näheren und weiteren Umgebung gut angenommen. Einen Schlusspunkt werde es nicht geben, sagte Philip Rusche, der Stellvertreter des Gutsherrn Hasso von Blücher, in seiner Eröffnungsansprache, man wolle das Fest einfach gegen Mitternacht langsam ausklingen lassen.

Das Programm begann schon gegen 18 Uhr, als „Scheres lustige Straßenmusikanten“ aus Dähre mit einem Mix aus Polka und Walzermelodien, Volksmusik und Schlagern aufspielten. Der Bogen spannte sich von der „Fischerin vom Bodensee“ bis zu „Lass die Morgensonne endlich untergehen“, und Mitsingen und Schunkeln war ausdrücklich erlaubt.

Verkaufs- und Informationsstände einiger Bastler und Initiativen lockten zum Stöbern und Kaufen. Nadine Waschnewski und Thomas Mahlke beispielsweise waren mit einem Stand der Gardeleger Lebenshilfe vor Ort. Sie verkauften Holzarbeiten aus der Kreativwerkstatt, die die Mitarbeiter mit der Laubsäge oder der CNC-Fräse hergestellt hatten. Darunter war Dekomaterial für das Haus, aber auch Nistkästen für den Garten.

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Wollsocken und Bären mit Herz

Gegenüber verkauften Erika Nix und ihr Mann Hartmut Handarbeiten für den guten Zweck: Die beiden Klötzer vom Fanclub des Tenors Björn Casapietra sammelten Geld für das Kinderhospiz Bärenherz in Leipzig. Erika Nix hatte einen ganzen Tisch voller Tischdecken, Wollsocken und gestrickten Affen aufgebaut, der sich rasch leerte. Eines der letzten Sockenpaare ergatterten Ramona und Burkhardt Reppin aus Vahrholz und bekamen dazu den Teddybären mit Herz des Kinderhospizes geschenkt.

Für die Verpflegung hatte das Gutsteam gesorgt: Es gab Schweinebraten, Kürbissuppe mit Mohrrüben und Gartenkräutern, sowie Backfisch, Cocktails und zahlreiche weitere Leckereien.

Eine besondere Attraktion war die Oldtimer-Schau: Die Besucher konnten rund 20 gut Straßenveteranen in Augenschein nehmen, und wer den Besitzer lieb fragte, durfte sich auch mal hinters Steuer setzen. Einen leuchtend roten Skoda Felicia führte Bernd Teitge nach Zichtau aus. Der Wagen ist Baujahr 1961 und befindet sich erst seit einem halben Jahr in Teitges Besitz. Er habe ihn von der Witwe eines Bekannten übernommen. „Ich wollte nicht, dass er in schlechte Hände fällt“, so der Skoda-Fan, der noch zwei weitere Felicias besitzt. Der blaue, den er sonst fährt, stammte aus den 40ern. Und dann ist da noch ein beiger, Baujahr 62, an der er seit Monaten bastelt. So schön kann die Liebe zum Skoda sein.