Festivalsaison

Online-Konzerterlebnis als Ersatz für Open-Air in Gardelegen: Die Metal-Frenzy-Livestream-Edition

Auch 2021 muss das Metal-Frenzy-Open-Air am Freibad in Gardelegen pandemiebedingt ausfallen. Für wahre Genre-Fans haben sich die Organisatoren jedoch etwas überlegt.

Von Malte Schmidt
Das Metal Frenzy findet auch in diesem Jahr online statt.
Das Metal Frenzy findet auch in diesem Jahr online statt. Foto: Malte Schmidt

Gardelegen/Oebisfelde - Aus vielen Teilen des Landes wären in diesem Jahr erneut Fans nach Gardelegen gekommen, um beim Metal Frenzy zusammen zu feiern, zu trinken, ihre Lieblingsbands zu genießen und Spaß zu haben.

Daraus wird durch die anhaltende Corona-Pandemie erneut nichts. Um den zahlreichen Metal-Fans trotzdem eine Plattform und damit ein Konzerterlebnis zu ermöglichen, machte sich das Metal-Frenzy-Team bereits im zurückliegenden Jahr Gedanken. Zusammen mit Peter Schmidt und seinem Nordsound Event- und Medientechnik-Team als auch Mathias Wieczorek und seinem Team von „ME event technik“ schafften sie es im Juni 2020, ein Konzept zu erstellen, um eine in dieser Größenordnung in der Altmark noch nie da gewesene Live-Stream-Produktion auf die Beine zu stellen – im Nordsound-Showroom in Oebisfelde.

Ein Event dieser Art ist auch in diesem Jahr geplant, wie jetzt Mitorganisator Jörg Janikulla informierte. „Da auch dieses Jahr ganz im Zeichen der Pandemie steht, müssen wir wohl oder übel noch warten, um wieder unsere geliebte Wiese am Gardelegener Erlebnisbad zu besiedeln. Das hindert uns aber nicht daran, Kunst und Kultur in die Welt zu tragen“, blickt Janikulla voraus. Geplant ist die zweite Metal-Frenzy-Livestream-Edition am 11. Und 12. Juni. Sei es auf Leinwänden im Wohnzimmer sowie Garten oder auf Mobiltelefonen, Tablets, PCs oder einem Fernseher: Metal-Fans bekommen so richtig was auf die Ohren.

Fans eine Auszeit gönnen

„Ziel ist es, unseren Freunden, Fans und Gästen eine Auszeit zu gönnen“, fasst es Jörg Janikulla zusammen. Das schafften die Organisatoren bereits im zurückliegenden Jahr. Tausende Metal-Heads schauten sich den Live-Stream an, der im Internet lief. Während der Show konnten die Zuschauer über eine Plattform Geld spenden, um die verschiedenen Mitarbeiter und auch die Bands finanziell zu unterstützen.

Diese Band sind dabei: Freuen dürfen sich Fans der etwas härteren Genres auf Bands wie Daemonesq (Black Metal), Hiraes (Death Metal), Venues (Post Hardcore), die jeweils eine Frau als Sängerin haben, sowie auf die Bands Surgical Strike (Thrash Metal), Asenblut ( Melodic Death Metal), Crossplane (Rock’n’Roll), Volter (Rock’n’Roll) und Fateful Finality (Thrash Metal). Für die Moderation sind zwei „Dark Ladies“ zuständig. „Unseren Metalmöhren Suzen Berlin und Britta ,Elchkuh’ Görtz“, verrät Jörg Janikulla. Bereits im zurückliegenden Jahr wurden sie von den Zuschauern dafür gelobt, dass sie mit kurzweiligen und unterhaltsamen Interviews das Event bereichert haben.

Der Stream startet an beiden Abenden um 19 Uhr. Alle Infos finden Interessenten auf www.stream.mfoa.de. Der Zugang ist auch in diesem Jahr kostenfrei. „Wir freuen uns aber über jeden, der sich ein Festivalband und/oder ein Shirt in unserem Shop kauft, um uns so zu unterstützen“, freut sich Jörg Janikulla.