Zichtau l Aus dem sprichwörtlichen Zucker durfte am Vormittag niemand in Zichtau sein, denn es regnete – mal mehr, mal weniger. Allerdings ist Wasser für das Gedeihen von Pflanzen wichtig. Und die wurden gestern als Blumenzwiebeln von rund 100 Mädchen und Jungen auf Gut Zichtau in die Erde gebracht.

Es waren Schüler der evangelischen Grundschule Gardelegen, der Brunauer Grundschule „Wilhelm Busch“, die Kalbenser Grundschule „Astrid Lindgren“ und von der Petalozzi-Förderschule Salzwedel. Sie nahmen am Aktionstag „Pflanz mit für die Artenvielfalt!“ teil, der im Rahmen von zahlreichen Kinderprojekten in diesem Jahr durch die Stiftung Zukunft Altmark gefördert und in Kooperation mit dem Jugendförderungszentrum (JFZ) Gardelegen angeboten wurde.

Wiese mit Blausternen

Mit der Aktion leisten alle Beteiligten einen wichtigen Beitrag zum Schutz und Erhalt von Insekten und deren Artenvielfalt sowie zum Klimaschutz, betonte Heike Rindt vom Gutsteam. Vor allem Frühblüher wie Tulpen, Narzissen und Krokusse seien im zeitigen Frühjahr die erste wichtige Nahrungsquelle für völkerbildende Bienen und andere Insekten. Und damit diese im nächste Frühjahr genügend Nektar und Pollen finden, wurden gestern unzählige Blumenzwiebeln in verschiedene Beeten gepflanzt. Zudem wurden auf einer Wiese, die verwildern soll, Zwiebeln von Blausternen gesteckt. Das hoffentlich bunte Ergebnis soll dann im nächsten Frühjahr zu sehen sein. Dann wollen einige der Schüler auch mal zum Schauen vorbei kommen, wie sie erzählten.

Bilder

Gearbeitet wurde in zwei großen Gruppen. Während die eine draußen pflanzte – im Regen –, bastelte die andere unter Leitung des JFZ-Teams sogenannte Explosionsboxen. Die knallen natürlich nicht wirklich, geben aber beim Anheben des Deckels den Inhalt frei, in dem die Schachtelseiten sich zur Seite neigen. Der ereignisreiche Tag endete mit einem gemeinsamen Mittagessen. Es gab das, was Kinder gerne mögen, nämlich Nudeln mit Tomatensoße.