Kalbe l Die Ortschaft Sallenthin erhält eine Grüne Wiese. Darüber verständigten sich die Mitglieder des Stadtrates Kalbe. Der Beschluss fiel einstimmig. Bereits im Jahr 2016 hatte sich der Jeggelebener Ortschaftsrat – er ist auch für die Orte Sallenthin, Zierau und Mösenthin zuständig – das erste Mal darüber unterhalten, dass auch in seinem Verantwortungsbereich eine sogenannte Grüne Wiese geschaffen werden müsste, also ein Friedhofsareal, in dem anonyme Bestattungen möglich wären.

2018 hatte der Ortschaftsrat erneut den Antrag auf das Anlegen einer solchen Fläche eingereicht. Mit allen Kosten hätte die damalige Variante einer Grünen Wiese mit rund 5000 Euro zu Buche geschlagen, wie der aktuellen Beschlussvorlage zu entnehmen ist. Der Hauptausschuss hatte deshalb kürzlich bereits angeregt zu prüfen, ob es kostengünstigere Varianten geben würde. „Ich habe mich daraufhin bei Firmen und auch bei Stadträten erkundigt“, erklärte nun Kämmerin Ingrid Bösener. Stadträtin Melissa Schmidt (CDU), die zugleich Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Güssefeld ist, erwähnte in dem Zusammenhang, dass vor der Kirche ihres Dorfes eine schöne Grüne Wiese mit deutlich niedrigeren Investitionskosten existiert.

Variante in Sallenthin kostet knapp 3000 Euro

So wurde Ulf-Henrik Lühmann, Ortsbürgermeister von Jeggeleben, gebeten, sich diese anzusehen. „Die Variante hat ihm gefallen, und er hat sich auch gleich bemüht, einen Kostenvoranschlag einzuholen“, freute sich Bösener im Stadtrat. In Güssefeld steht eine Stele, die von zwei Seiten besucht werden kann. Kostenpunkt: rund 3000 Euro. „Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir mehr Steuereinnahmen haben“, erklärte nun Ingrid Bösener. Aus diesem Grund habe sie sich erlaubt, den Punkt „Grüne Wiese Sallenthin“ auf die Tagesordnung zu bringen. Sie wies jedoch darauf hin, dass im Rahmen ihrer Schaffung auch die Gebührensatzung des Friedhofs angepasst werden müsste. Derzeit koste eine Urnenbeisetzung 475 Euro.