Brunau l Die Feuerwehr Brunau zählt aktuell 23 Mitglieder. 16 davon sind aktiv im Feuerwehrdienst tätig, darunter drei Frauen. In der Jugendwehr sind sieben Mitglieder organisiert, aber ob sie später zu den Aktiven wechseln, kann jetzt noch niemand vorhersagen. Aber es gibt Hoffnung auf weiteren Nachwuchs, wie Jugendwehrleiter Leon Schitthelm am Freitagabend im Gerätehaus erklärte. Dorthin hatte die Wehrleitung interessierte Brunauer und Einwohner der umliegenden Dörfer eingeladen, um über zwei große Vorhaben zu informieren. Knapp 20 Gäste waren der Einladung gefolgt.

Früh Interesse wecken

Zum einen ist die Gründung einer Kinderfeuerwehr geplant. „Es gibt immer wieder Anfragen von Kindern unter zehn Jahren, die gern bei der Feuerwehr mitmachen würden. In letzter Zeit häufen sich die Anfragen“, erläuterte Schitthelm. Und seine Vorstandskollegin Ayleen Musche sieht darin „unsere Zukunft, unsere Chance, denn Nachwuchs brauchen wir“. Und man habe derzeit gute Chancen, viele Mädchen und Jungen zu begeistern und für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu gewinnen. Denn die Kinder, die jetzt zur Schule kommen, seien starke Jahrgänge. Und vielleicht interessiert sich ja nicht jeder für Sport, fügte sie mit einem Blick auf den mitgliederstarken Sportverein des Dorfes augenzwinkernd hinzu.

Um die geplante Kinderfeuerwehr zukünftig sowie die Jugendwehr auch weiterhin in bewährter Weise ordentlich unterstützen zu können, möchten die Einsatzkräfte einen Förderverein der Feuerwehr gründen, „weil von Kalbe dafür kein Geld kommt“, so Musche. Und zu einer ordentlichen Förderung gehören Einnahmen, die die Blauröcke aber nicht haben dürfen. Die Feuerwehr darf laut Gesetz, erläuterte Kassenwartin Bianca Fricke, kein eigenes Geld verwalten, so zum Beispiel die Einnahmen von ihren Festen. Das müsse alles über die Verwaltung gehen. Zudem dürfe sie keine Spenden akquirieren und Spendenquittungen ausschreiben. Das alles dürfe aber ein Förderverein, sodass die eigenen Gelder auch vor Ort eingesetzt werden können.

Hoffnung auf Unterstützung

Allerdings, das machten Fricke und ihre Vorstandskollegen am Freitagabend deutlich, lebe so ein Förderverein durchs Dorf. Allein, ohne Unterstützung aus der Bevölkerung, können die Feuerwehrmitglieder die Arbeit nicht stemmen. Das gelte auch für die Kinderfeuerwehr, die bei entsprechendem Interesse und vorhandener Unterstützung, bei der Betreuung beispielsweise, so schnell wie möglich ins Leben gerufen werden könne. Und hier seien auch nicht nur die Brunauer angesprochen, sondern auch die Bewohner der umliegenden Dörfer, denn auch in diesen gebe es sicher Mädchen und Jungen, die bei der Kinderfeuerwehr mitmachen möchten. Sie sei für alle offen.

„Wir würden uns über viele Mitglieder freuen“, erklärte Musche abschließend noch einmal zum geplanten Förderverein der Feuerwehr, dessen Gründung mit Vorstandswahl für Sonnabend, 26. September, terminiert ist. Die notwendige Vereinssatzung sei im Entwurf und mit Unterstützung eines Steuerberaters bereits vorbereitet. Denn, so Musche, „auch wir sind auf diesem Gebiet Neulinge, wollen es aber vernünftig machen, wenn wir es angehen.“