Gardelegen l In einem Sperrmüllhaufen entdeckten sie kurz nach 10 Uhr Munition in zehnfacher Ausführung – teils sogar funktionstüchtig. Die Polizei konnte die Art der Fundstücke allerdings nicht konkret benennen. Möglicherweise handelte es sich um Bordmunition aus Kriegsgerätschaften. Sie wurden umgehend durch den herbeigerufenen Kampfmittelbeseitigungsdienst abgeholt. Fakt sei aber, so Polizeisprecher Frank Semisch, dass die Fundstücke dem Kriegswaffenkontrollgesetz und dem Waffengesetz unterliegen würden und dass deshalb eine Strafanzeige gegen Unbekannt gefertigt worden sei.

Wer Hinweise dazu geben kann, woher die Munition stammt beziehungsweise in wessen Besitz sie sich zuvor befunden hat, wird gebeten, sich mit dem Revierkommissariat Gardelegen in Verbindung zu setzen, Telefon 03907/72 40.

Fundstücke unterliegen Waffengesetz

Zudem wird noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich bei derartiger Munition um Kampfmittel handelt und dass jeder, der – egal, ob bei Aufräumarbeiten oder in freier Natur – auf solche Fundstücke stößt, umgehend den Notruf wählen und sich und andere Personen in Sicherheit bringen sollte. „Das Unterschätzen der Wirkung dieser Munitionskörper kann tödlich enden“, so Frank Semisch.