Drömling l Das Interesse an Radwanderungen durch den Drömling habe in den vergangenen Jahren wieder stark zugenommen, wie Fred Braumann, Leiter des Naturparks Drömling, feststellen konnte. Um die Radwanderwege touristisch vermarkten zu können, werde derzeit ein Radwegekonzept erstellt.

Das Gros des Radwegenetzes entstand in den 1990er Jahren. Rund 400 Kilometer Radwanderweg wurden geschaffen. Die Arbeitsförderung, Beschäftigung, Strukturentwicklung (ABS) Drömling GmbH übernahm damals die Pflege dieser Wege. Mit dem Rückgang der Arbeitskräfte in der ABS ging auch die Instandhaltung der Wege zurück. Seit 2005 seien viele Wege daher „schlechter geworden“, so Braumann. Diese sollen nun wieder hergerichtet werden. So sollen Splittwege ausgebaut werden. Es seien überwiegend kleinere Baumaßnahmen, die das gesamte Radwegenetz verbessern werden. Mancherorts sind es gerade einmal 800 Meter, die beispielsweise gepflastert werden sollen, andernorts erfolge ein Komplettausbau über mehrere Kilometer. Oftmals werde der Wegeverlauf leicht verändert.

Auf fünf Touren unterwegs

Aber nicht nur der Zustand der Wege soll sich verbessern. Das Radwegenetz wird umgestaltet. Wie Braumann berichtete, sollen fünf Radwanderrouten entstehen: die Miester Kolonien-Tour, die Calvörder Sieben-Brücken-Tour, die Oebisfelder Sumpfburg- und Ländchen-Tour, die Klötzer Moor- und Waldtour und die niedersächsische Drömlingstour. Gemeinsam, zumindest in Teilstücken dieser Routen, ergeben die Strecken den Drömlings-Rundweg. Die Arbeitsgruppe Radweg, die vor einigen Jahren im Zuge eines Tourismus- und Vermarktungskonzeptes entstand, wählte die Routenführung so, dass Natur und Region bei einer Tagestour erlebt werden können. So sei die Klötzer Tour etwa 60 Kilometer, die Calvörder etwa 30 Kilometer lang. Wer die schönsten Punkte der genannten Routen verknüpft ansteuern möchte, kann einen 130 Kilometer langen Weg wählen. „Wir wollen ja nicht nur, dass die Besucher durch den Drömling durchradeln, sondern auch, dass sie dort essen, trinken und sogar über Nacht bleiben“, erhofft sich Braumann vom neuen Radwegekonzept. Dazu müssen die Radwege aber gut ausgeschildert, in einem guten Zustand und zertifiziert sein.

Ein Großteil der Radwege sind in punkto Instandsetzung bereits in Angriff genommen worden. Statt der 400 Kilometer Radweg, die größtenteils in den 1990er Jahren geschaffen wurden, werden es letztendlich noch 250 Kilometer sein, die neu ausgewiesen werden sollen. „Wir wollen mehr Qualität statt Masse“, begründete der Naturparkleiter.

Neue Radwegekarte im Spätsommer

Parallel zur Instandsetzung erfolgt die Planung der Beschilderung durch den Zweckverband Natur- und Kulturlandschaft Drömling. Noch in diesem Jahr sollen die Schilder aufgestellt werden. Ist dies erfolgt, soll eine neue Radwanderkarte herausgegeben werden. Braumann rechnet damit, dass dies im Spätsommer der Fall sein werde. Bei der Umsetzung des Radwegekonzeptes sind die Kommunen mit im Boot. Als Beispiel nannte Braumann den Weg von Mieste zum Informationszentrum Kämkerhorst. „Da läuft es ja schon gut.“ Die Kommunen sind finanziell dabei. Es werden aber auch Fördermittel genutzt.