Gardelegen l Es gibt eine rote, blaue, gelbe, grüne, orangene und eine lila Gruppe – so bunt, wie die Farben des Regenbogens sind die Gruppen in der Kinderkrippe Regenbogenknirpse im Schlüsselkorb. So bunt wie ein Regenbogen ist auch die Einrichtung selbst, was die farbliche Gestaltung betrifft.

Jede Tür zum jeweiligen Gruppenraum ist entsprechend farblich gestaltet. Nicht zuletzt ein Wiedererkennungseffekt auch für die Eltern, denn in der auch räumlich großen Einrichtung könnte man schon mal durcheinander kommen, wenn farblich alles einheitlich wäre.

In der Krippe ist es nicht nur schön bunt, sondern „auch alles neu und schick“, wie Krippenleiterin Andrea Janausch stolz bei einem Rundgang mit Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher sowie Petra Külper und Ottmar Wiesel vom städtischen Bauamt erzählte. Anlass dazu war der Abschluss der letzten Sanierungsarbeiten in dem DDR-Komplexbau.

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Gruppenfarben wie der Regenbogen

Im Jahr 2016 wurde die obere Etage – ebenfalls regenbogenfarbig – komplett saniert. 2018 erfolgte ein Anbau an das vorhandene Krippengebäude, weil die Kapazitätsgrenzen erreicht waren. Und in diesem Jahr war nun die untere Etage dran. „Die hatte noch den DDR-Standard. Das war nicht mehr schön“, so Janausch.

Betreut wurde das Sanierungsprojekt von Petra Külper. Die Realisierung erfolgte in zwei Abschnitten. Am 29. April war Baubeginn im Bereich der grünen Gruppe. Danach ging es in der gelben Gruppe weiter. Unter anderem wurden Elektroleitungen überarbeitet. Die Innentüren wurden mit Lichtausschnitten versehen. „Das hat sich gut bewährt. Da hat man immer einen Blick auf die Kinder“, so Janausch.

Ein Schlafraum wurde vergrößert durch den Abriss einer Wand. Erneuert wurde auch der Klemmschutz an den Türen. Alles wurde komplett neu gemalert. Der Fußbodenbelag wurde ebenfalls erneuert. Zusätzlich musste noch eine defekte Terrassentür erneuert werden. Das war ursprünglich allerdings nicht geplant, so Külper. So konnte der Zeitrahmen nicht exakt eingehalten werden. Außerdem habe es in der Corona-Zeit auch Verzögerungen bei der Lieferung von Baumaterial gegeben.

Am 4. August führt der Maler noch Restarbeiten im Bereich der Terrassentür aus. Danach ist die Einrichtung aber komplett fertig. Die Gesamtkosten für die aktuelle Baumaßnahme liegen bei etwa 60 000 Euro.

Die Bauarbeiten wurden bei laufendem Krippenbetrieb ausgeführt. „Das war manchmal ganz schön anstrengend“, räumt Janausch ein. Aber für die Kinder sei das sehr spannend und interessant gewesen, den Bauarbeitern mal über die Schultern schauen zu dürfen.

Ab 17. August zwei Wochen Schließzeit

Am 17. August beginnt in der Krippe eine zweiwöchige Sommerschließzeit. Ab dem 27. August soll in allen Schulen und Kitas wieder der Regelbetrieb starten, so dass sich auch die Eltern, wenn sie ihre Kinder nach der Schließzeit am 31. August in die Einrichtung bringen, die Neuerungen ansehen können. Denn die durften corona-bedingt bisher noch nicht in die Kitas.

Die Krippe Regenbogenknirpse ist die größte Krippeneinrichtung im Gebiet der Stadt Gardelegen. Sie hat eine Kapazität von 90 Kindern. Derzeit werden dort 85 Mädchen und Jungen betreut.