Zethlingen l Ein voller Erfolg war die zweite Auflage der Zethlinger Schachtage. Die Anzahl der Teilnehmer hat sich in nur einem Jahr verdoppelt, wie Volker Holtmeier stolz mitteilte. Holtmeier, der gemeinsam mit Maik Schumacher aus Gardelegen die Schachtage organisierte, und mit der Hausleitung des Erlebnishauses Zethlingen, dem Austragungsort des Turnieres, betraut war, zählte zum Vergleich auf: Waren 2019 schon 17 Spieler aus fünf Vereinen aktiv dabei, waren 2020 sogar 36 Spieler und Spielerinnen aus insgesamt zwölf Vereinen vertreten. Und vielmehr Teilnehmer dürften auch gar nicht kommen. Maximal auf 38 Schachspieler sei das Turnier der Räumlichkeiten wegen ausgerichtet, so Holtmeier.

Und die Vereine kamen nicht nur aus der Region. So waren folgende Vereine vertreten: SC Zugzwang Berlin, Cöthener SV Germania, SC Ansbach 1855, SD Isernhagen, Burger SK, SG Aufbau Elbe Magdeburg, Haldenslebener SC, SSK Stendal, Energie Stendal, VFL Kalbe/Milde, SG Klötze Süd und SV Gardelegen.

Mohammad Rahimi siegte in allen fünf Partien

Die jüngsten Mitstreiter waren elf Jahre, die ältesten über 75 Jahre. Als besten Spieler stufte Holtmeier Stephan Hansch ein. Das Mitglied im SSK Stendal spielt auch in der Bundesliga und verfügt über eine DWZ von 2140 (DWZ steht für Deutsche Wertungszahl im Schach und meint die Spielstärke des Spielers). Zum Vergleich: Die beste DWZ beträgt 2800. Hansch erreichte in der Gruppe A den Sieg.

Als bemerkenswert bezeichnete Holtmeier den Sieg von Mohammad Rahimi aus Mieste. Der Spieler der Sportvereinigung (SV) Gardelegen schaffte es als Einziger, alle fünf Partien zu gewinnen. In der Gruppe F wurde er Erstplatzierter.

Entscheidung durch Feinwertung

Die Teilnehmer traten in sechs Gruppen an. Dabei spielte jeder gegen jeden in fünf Runden. Eine Turnierrunde dauerte maximal drei Stunden, da jeder Spieler 90 Minuten Bedenkzeit pro Partie hatte. „In allen sechs Gruppen war es bis zuletzt spannend, wer wohl den ersten oder zweiten Platz erreicht“, so Holtmeier. Letztendlich wurden einige Platzierungen sogar durch sogenannte Feinwertungen entschieden. Dazu wurde etwa der Vergleich der Siege mit schwarzer Farbe hinzu gezogen.

Ein großes Dankeschön sprach Holtmeier der SV Gardelegen aus. Die Vereinigung stellte Material und Ausrüstung zur Verfügung.