Landtagswahl

Schon 1800 Briefwahlanträge zur kontaktlosen Wahl in der Einheitsgemeinde Gardelegen

Für viele Bürger ist die bevorstehende Landtagswahl am Sonntag, 6. Juni, schon gelaufen. Sie gehen an dem Tag nicht ins Wahllokal, denn sie haben ihre Stimme bereits per Briefwahl abgegeben. Ein Verfahren ohne Kontakte, das coronabedingt in diesem Jahr in der Hansestadt Gardelegen sehr beliebt ist.

Von Elke Weisbach 27.05.2021, 05:45 • Aktualisiert: 27.5.2021, 06:30
Auch Ronja Krämer, Auszubildende im ersten Lehrjahr in der Gardelegener Stadtverwaltung, hilft beim Verpacken der Brieffwahlunterlagen mit.
Auch Ronja Krämer, Auszubildende im ersten Lehrjahr in der Gardelegener Stadtverwaltung, hilft beim Verpacken der Brieffwahlunterlagen mit. Foto: Elke Weisbach

Gardelegen - „Die Briefwahl wird mehr genutzt.“ Dieses Fazit konnte Heidi Wiechmann, in der Gardelegener Stadtverwaltung unter anderem für die anstehenden Landtagswahlen am Sonntag, 6. Juni, zuständig, bereits in dieser Woche ziehen. Am Dienstag waren von ihr und den zuständigen Kollegen bereits rund 1800 Wahlbriefunterlagen verschickt oder für die Wahl im Briefwahlbüro, das an dem Tag zum ersten Mal öffnete, ausgegeben worden.

„Sonst sind es im Schnitt bei Wahlen 1200 bis 1300 Briefwahlanträge insgesamt, die eingehen“, resümierte Wiechmann. Es machen von den derzeit registrierten 18 324 Wahlberechtigten in der Einheitsgemeinde Gardelegen also mehr als sonst von der kontaktlosen Art zu wählen Gebrauch, was der Corona-Pandemie geschuldet ist. Viele sind laut Wiechmann doch vorsichtig und wollen unnötige Kontakte vermeiden. Dazu kommen natürlich diejenigen, die an dem Tag vielleicht verhindert sind. Einige wollen einfach auch auf Nummer sicher gehen und ihre Stimme per Briefwahl abgeben, denn bis zur Wahl sind es ja noch einige Tage und eine Ansteckungsmöglichkeit mit dem Virus ist immer gegeben.

Täglich Anträge auf Briefwahlunterlagen

Täglich werden die eingegangenen Anträge auf Zusendung der Briefwahlunterlagen bearbeitet, damit diese am selben Tag noch verschickt werden können.

Dabei helfen, wie die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung berichtete, auch andere Kollegen mit, wenn sie Kapazitäten haben, da nicht nur die Überprüfung der Daten, sondern vor allem das Falten und Verpacken der Unterlagen viel Zeit in Anspruch nimmt.

Der Versandumschlag zur Briefwahl enthält nämlich einen Stimmzettel, einen Wahlschein und ein Infoblatt sowie einen roten und einen blauen Umschlag. Die ausgefüllten Anträge, die auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung gedruckt sind, erreichen die Stadtverwaltung per Post oder können in den Briefkasten der Stadtverwaltung am Haus II gesteckt werden. Anforderungen sind auch per Mail unter wahlschein@gardelegen.de möglich. Dabei sollte die Wählerverzeichnisnummer mit angegeben werden. Diese steht auf der Wahlbenachrichtigung. Die Beantragung der Briefwahlunterlagen ist bis zum Freitag, 4. Juni, um 18 Uhr möglich.

Briefwahlbüro im Haus II der Stadtverwaltung

Wer von seinem Briefwahlrecht Gebrauch machen und den Wahlbriefumschlag direkt auf postalischem Weg nach Salzwedel zum Altmarkkreis Salzwedel schicken möchte – eine Briefmarke ist nicht erforderlich -, „sollte ihn bis Donnerstag, 3. Juni, in den Postkasten stecken, damit er auch pünktlich ankommt“, rät Heidi Wiechmann. Bis Freitag, 4. Juni, 18 Uhr kann zudem das Briefwahlbüro im Haus II der Gardelegener Stadtverwaltung zur Stimmenabgabe genutzt werden. Die Zeit wurde an diesem, dem letzten Tag extra verlängert. Am Nachmittag erfolgt der Zugang dann über den Hintereingang.

Ansonsten ist das Büro zu den üblichen Verwaltungszeiten (Montag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag von 9 bis 12 und 13 bis 18 Uhr, Donnerstag von 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 12 Uhr) geöffnet.

Eine Briefwahlmöglichkeit für die ganz spät Entschlossenen gibt es aber auch noch nach dem Freitag: Bis Mittag am Wahlsonntag können Briefwähler ihre Wahlunterlagen in den Kasten am Haus II der Stadtverwaltung einwerfen. Dieser wird noch einmal geleert, so Wiechmann. Dann werden die Umschläge nach Salzwedel gefahren, wo alle Briefwahlstimmen ausgezählt werden.