Brunau l Während der umfangreichen Umbaumaßnahmen in der Grundschule Brunau sollen die Schüler im früheren Schulgebäude in Kalbe an der Westpromenade beschult werden. Dies hatte der Kalbenser Stadtrat bereits in seiner September-Sitzung beschlossen. Wie Einheitsgemeinde-Bürgermeister Karsten Ruth informiert, gab es am Dienstag dieser Woche einen Termin, bei dem Vertreter des Landesschulamtes, der Personenverkehrsgesellschaft des Altmarkkreises Salzwedel mbH (PVGS) und des Lehrerkollegiums dabei waren. Dabei ging es darum, ob eine Beschulung im Kalbenser Ex-Schulgebäude erfolgen könne. Vom Landesschulamt gab es keine Einwendungen, wie Ruth mitteilt, wenn die baulichen Auflagen, beispielsweise die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen, berücksichtigt werden. Der Sanitärbereich wird erneuert.

Auch seitens der Personenverkehrsgesellschaft gab es grünes Licht. Diese ist für den Schülerverkehr zuständig. Wie Ruth äußert, werden die Brunauer Grundschüler für den Unterricht in Kalbe nicht früher aufstehen müssen. Der Busverkehr solle so eingerichtet werden, dass der Bus zum derzeitigen Schulbeginn in Brunau abfährt. Der Unterricht werde also etwa 20 Minuten später beginnen. Geklärt werden müsse über die Eltern noch, ob Kinder den Hort in Kalbe während der Beschulung in der Mildestadt nutzen wollen. Das ist ein wichtiger Punkt für die PVGS, die dann einen Transport organisieren werde, um die Hortkinder am Nachmittag nach Hause zu bringen.

Gerüchte dementiert

Derzeit erfolge der Informationsfluss zu dieser Thematik über die Lehrer an die Eltern, berichtet Karsten Ruth. Er möchte die Eltern demnächst aber auch direkt in Kenntnis setzen. Bei dieser vorgesehenen Informationsveranstaltung sollen auch Vertreter der PVGS und die Lehrerschaft dabei sein, damit eventuell aufkommende Fragen direkt beantwortet werden können. Ein genauer Termin stehe aber noch nicht fest.

In Brunau werde gerade das Nahwärmenetz ausgebaut. Ruth dementiert während der Stadtratssitzung am Donnerstag das Gerücht, welches im Ort im Umlauf sei und in dem es heißt, dass die Stadt davon absehe, die Schule an dieses Nahwärmenetz anzuschließen. „Das entspricht nicht der Wahrheit.“ Nach wie vor sei die Stadt daran interessiert, die Grundschule sowohl an das Nahwärmenetz als auch an das Glasfasernetz anzubinden. Ruth macht damit deutlich: „Es gibt keinerlei Absicht, nicht mehr am Schulstandort Brunau oder an der Umsetzung der Baumaßnahme dort festzuhalten.“

Beschulung in Kalbe ab 15. Februar

Der Unterricht am Kalbenser Standort soll für die 90 Kinder Grundschüler aus Brunau ab 15. Februar 2021, also nach den Winterferien, beginnen. Für die Reaktivierung des ehemaligen Schulgebäudes muss die Stadt rund 45 000 Euro in die Hand nehmen.