Gardelegen l Endlich ganzjährig Tennis spielen: Das will der Gardeleger Tennisverein TC Grün-Weiß erreichen. Dazu wollen die Mitglieder ihren frostsicheren Kunstrasenplatz mit einer Polygonhalle überdachen. Über dem Spielfeld soll sich dann eine bogenförmige Überdachung mit Kunststoff-Überzug wölben. Mit einer solchen Halle könnte der Verein, wie der Vorstand um Vorsitzenden Carsten Birner plant, zum einen mehr Kinder- und Jugendtraining anbieten, aber auch die Trainingszeiten für die Erwachsenen ausweiten. Der Verein könnte außerdem auch im Winter am Punktspielbetrieb des Tennisverbands teilnehmen und schließlich könne man die Halle auch an Mitglieder und Nichtmitglieder vermieten und so Einnahmen erwirtschaften, unter anderem zur Finanzierung des Bauvorhabens.

In der jüngsten Sitzung des Sozial-und Sportausschusses stellten Carsten Birner und Jürgen Ziegelski, der die Finanzplanung übernommen hat, das Konzept des Vereins vor und zeigten den Politikern das Gelände. Grün-Weiß hat bisher drei Angebote und Kostenvoranschläge eingeholt, zwei davon hat der Verein nun näher ins Auge gefasst.

Kosten: 140.000 Euro

Kosten würde die neue Halle demzufolge rund 140.000 Euro. Rund ein Zehntel davon würde der Verein als Eigenanteil selbst aufbringen, so die Vorstellung der Tennisspieler. Sie hoffen nun auf einen jeweils 30-prozentigen Zuschuss vom Landkreis, dem Landes- oder Kreissportbund und der Stadt Gardelegen, also jeweils 42.000 Euro, so die Zahlen, die Birner in seinen Kurzvortrag nannte.

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Geheizt werden soll die geplante Halle mit Öl, der Verein geht von Heizkosten in Höhe von jährlich 6000 Euro aus. 924 Euro im Jahr werden voraussichtlich an Energiekosten für die Beleuchtung fällig, wobei diese Kosten durch LED-Lampen gering gehalten werden sollen. Begleichen könnte der Verein diese Ausgaben durch Mehreinnahmen, beispielsweise durch Vermietungen und zusätzliche Trainingsstunden, so Birner. Die Grün-Weißen rechnen im Zusammenhang mit dem Hallenbau auch mit einem Mitgliederzuwachs. Der Verein will zudem verstärkt mit der Lebenshilfe, mit Schulen, Kitas, Tennisschulen und anderen Vereinen zusammenarbeiten und hofft, Firmen als Sponsoren zu gewinnen. Mit einigen Unternehmen, die die Halle für ihre Mitarbeiter mieten wollen, sei man bereits im Gespräch, informierte Birner. Denn die Halle solle sich in jedem Fall selbst tragen.