Gardelegen l Mit dem Smartphone als Begleiter durch Gardelegen ziehen und dabei Sehenswürdigkeiten entdecken, Wissenswertes erfahren und historische Stadtansichten erleben – ab sofort ist dies per App auf dem Smartphone oder Tablet möglich. Die Hansestadt Gardelegen bietet die Stadtführer-App „Gardelegen anno dazumal“ an. Damit gehört Gardelegen zu den Vorreitern in Sachsen-Anhalt. Für Magdeburg werde derzeit ebenfalls eine solche App erstellt.

Zunächst muss dazu die App Future History kostenfrei heruntergeladen werden. Diese App wurde von einem Unternehmen aus Freiburg im Breisgau entwickelt. Dort stehen Touren in verschiedenen Städte zur Verfügung. Ab heute kann nun auch die Tour Gardelegen für 4.99 Euro heruntergeladen werden. Bezahlt wird digital per Kreditkarte, Paypal und weiterer Optionen, dem Nutzer werden verschiedene Zahlmöglichkeiten angeboten.

Einfache Handhabung

Die Nutzung der App beziehungsweise der Tour ist einfach zu handhaben. Wer die Tour einmal auf sein Gerät heruntergeladen hat, kann diese immer wieder nutzen, ohne ein weiteres Mal zur Kasse gebeten zu werden. So kann also die Tour getestet werden, und wenn am Wochenende Freunde oder Verwandte zu Besuch kommen mit ihnen noch einmal erlebt werden. Und auch im Nachgang können Eckpfeiler der Tour zu Hause noch einmal angesehen werden.

Um die Tour zu starten, ist GPS einzuschalten. Ist ein Standort also eine Sehenswürdigkeit in der Nähe, vibriert das Handy. Gezeigt wird der Standort und die Tour beginnt. Zu entdecken gibt es Geschichte. Neben der historischen Ansicht erfährt der Nutzer auch Wissenswertes zum abgebildeten Gebäude. Die Geschichte und Entwicklung der Stadt wird visualisiert und erlebbar gemacht. Wird das Display vor Ort auf ein Gebäude gerichtet, öffnet sich quasi ein Fenster zur Vergangenheit. Das Gebäude ist als historische Ansicht zu sehen. „So erhält man zum Beispiel einen Blick in das Gardelegen von 1904“, berichtet Mandy Botzler, in der Stadtverwaltung für Kultur und Veranstaltungen zuständig. Gemeinsam mit Rupert Kaiser erarbeitete sie diese Tour. Sie stellten Fotos zusammen, verfassten die Texte. Sechs Wochen intensive Arbeit an der App liegen nun hinter ihnen. Insgesamt stehen 24 historische Ansichtskarten zur Verfügung. Unter anderem wird der Blick auf das Rathaus gerichtet, auf das Salzwedeler Tor, die Sandstraße, die Kirche St. Marien oder auf die Nicolaistraße. Die Route führt knapp zwei Kilometer entlang markanter Punkte durch die Stadt. Gestartet werden kann die Tour überall, einen festen Startpunkt gibt es nicht.

Bald auch fremdsprachig

Mit der neuen Stadtführer-App möchten Botzler und Kaiser vor allem die jüngere Generation ansprechen. Entstanden ist die Idee für die App, weil immer wieder Touristen in der Tourist-Information spontan nach Stadtführungen nachfragten, „und dann am liebsten sofort“, so Botzler.Mit der App kann nun jeder, Tourist und Einheimischer, zeitunabhängig auf eigene Faust die Stadt erkunden.

Demnächst wird die App auch in englischer Sprache zu nutzen sein. Übrigens: Historische Fotos kann jeder in die App hochladen. Natürlich sind dabei Urheberrechte zu beachten. Botzler könnte sich vorstellen, dieses Angebot auf die Ortsteile der Hansestadt zu erweitern.