Potzehner sollen extra Raum für Einsatzkleidung erhalten / Wehr hatte Baumaßnahmen für 21 000 Euro beantragt

Umbau des Gerätehauses wird deutlich preiswerter

Von Ilka Marten

Deutlich preiswerter als noch im Haushaltsplan vermerkt, sollen die Umbauarbeiten am Potzehner Gerätehaus werden. Ursprünglich waren dafür 40 000 Euro eingeplant.

Potzehne l Es kam schon ein wenig überraschend für Außenstehende, als Sven Rasch von der Liste Feuerwehr in der Finanzausschusssitzung kürzlich beantragte, die im Haushalt vorgesehenen 40 000 Euro für die Sanierung des Potzehner Feuerwehrgerätehauses mit einem Sperrvermerk zu versehen. Begründung damals: "Das ist in der Risikoanalyse nicht erwähnt." Derartige Baumängel an dem Gebäude seien nicht bekannt.

Inzwischen gab es im Potzehner Feuerwehrgerätehaus einen Vor-Ort-Termin, auch mit Sven Rasch, der nicht nur Stadtratsmitglied für die Feuerwehrliste, sondern auch Bereichsleiter des Gardeleger Einsatzbereiches vier ist. "Das ist nicht so optimal gelaufen, aber nun ist alles geklärt", sagte Rasch auf Anfrage. Laut Rasch werden die Umbauarbeiten nun auch nicht 40 000 Euro kosten: "So viel auf keinen Fall." Eine konkrete Summe wollte er nicht nennen, das werde zurzeit von Ordnungs- und Bauamt geprüft.

Laut Bauamtsleiter Engelhard Behrends handelte es sich unter anderem um Ausgaben für einen Extraraum für die Schutzbekleidung, um die Sanierung des Versammlungsraumes und um neue Spinde. Die wird es laut Sven Rasch nicht geben, ebenso wenig eine Abluftanlage in dem Gebäude für das neue Tanklöschfahrzeug. Stattdessen solle ein neuer Raum geschaffen werden, in dem die Einsatzbekleidung künftig aufbewahrt werde.

Den Antrag auf Umbau und Sanierung hatte der frühere Wehrleiter Siegfried Berck im April 2012 bei der Stadt gestellt. Geplante Maßnahmen darin waren die Schaffung eines extra Raumes für Schutzbekleidung durch Teilung des vorhandenen Werkstattraumes, die Sanierung der Fahrzeughalle und des Versammlungsraumes sowie die Ausstattung mit neuen Spinden für die Schutzbekleidung. Genannte Kosten: 21 000 Euro. Dieser Antrag sei allerdings die Erweiterung und Konkretisierung eines noch älteren Antrages der Wehr gewesen, hatte der Bauamtsleiter erklärt.

Die anstehenden Arbeiten hätten nichts mit dem neuen Fahrzeug zu tun, das Ende des Jahres in Potzehne erwartet wird, betonte Rasch. Die Potzehner Wehr wird ein neues Tanklöschfahrzeug bekommen. Die zwei Fahrzeuge aus den 70er Jahren werden abgegeben. Daher wird künftig mehr Platz im Gerätehaus sein. "Der wird auch dringend benötigt, denn die Situation zum Umziehen der Kameraden beim Einsatz kann so nicht bleiben", sagte Wehrleiter Stefan Fehse. Hinzu komme, dass sich der Feinstaub auf der Einsatzkleidung niederschlage.

Der Versammlungsraum könnte im September zur Bundestagswahl zum Wahlbüro in Potzehne umfunktioniert werden. Die letzten Sanierungsarbeiten fanden 1998 statt.