Berge l Anfang September 2019 erhielten 30 Elternpaare, deren Kinder die Kita Berge besuchen, per Post Umfragebögen von der Stadtverwaltung. Sie sollten mitteilen, wo sie künftig ihre Kinder betreuen lassen wollen: in der Kita Berge oder im neuen Kinderzentrum in Estedt. Bis Ende September wurden diese Fragebögen der Verwaltung zurück erwartet. Der Elternwille sollte ermittelt werden. Das Umfrageergebnis liegt nun vor. Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher stellte es am Dienstagabend den Mitgliedern des städtischen Sozialausschusses vor.

Wünschen der Eltern nachkommen

Demnach äußerten sich 27 Elternpaare, dass sie ihre Kinder weiterhin im Berger „Wichtelstübchen“ betreuen lassen möchten. Drei Elternpaare sprachen sich für eine Kinderbetreuung in der neuen Einrichtung in Estedt aus. Diesen Wünschen werde die Hansestadt Gardelegen auch nachkommen. Die Kinder können weiterhin in Berge betreut werden. Wer nach Estedt wechseln möchte, könne dies tun.

Brandschutzauflagen in der Kita Berge

Mandy Schumacher merkte aber auch an, dass es Schwierigkeiten bei der Einhaltung der Brandschutzauflagen in der Kita Berge gebe. Zudem seien Eigentumsfragen zu klären. So befindet sich das Gelände des Spielplatzes nicht im Besitz der Hansestadt Gardelegen. Auch baulich müsse einiges passieren. Derzeit sei die Hansestadt dabei, zu prüfen, wie dies geklärt werden könne und wieviel Geld dafür in die Hand genommen werden müsse. „Wir wollen natürlich, dass die Kinder in modernen Einrichtungen betreut werden“, so Schumacher.

Wie es genau mit der Kita Berge weitergeht, ist „alles noch offen. Da besteht keine Eile“, berichtete die Bürgermeisterin. Auch werde Berge nicht einfach geschlossen, wenn das Kinderzentrum Estedt öffnet, wie einige Eltern befürchtet hatten. „Das geht gar nicht so einfach. Dazu ist ein Beschluss des Stadtrates notwendig“, erklärte Schumacher. Eine Schließung sei derzeit kein Thema, wie die Kita Berge modernisiert werde könne, werde derzeit geprüft.

Modernes Kinderzentrum Estedt

In Estedt entsteht derzeit ein modernes Kinderzentrum. Dazu wurden die ehemalige Schule und das Kindergartengebäude des Ortes umgebaut. Ein moderner Glasverbinder in Wellenform fungiert als Mehrzweckraum. Die Stadt investiert 3,2 Millionen Euro in das Großprojekt. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen werden.

Das neue Kinderzentrum entspreche den aktuellen gesetzlichen Anforderungen. Es sei dann auch eine der modernsten Kitas in der Hansestadt, die sich konzeptionell die Bewegung (nach Hengstenberg) auf die Fahnen geschrieben habe, wie die Stadt mitteilte. Die Aufnahmekapazität liegt in der Krippe bei 35 Kindern, im Kindergarten bei 60 Mädchen und Jungen und im Hort bei 40 Kindern. Zur Einweihung soll ein Tag der offenen Tür stattfinden.