Hottendorf l Die Firma Matthäi plant auf ihrem Gelände in Hottendorf den Bau einer Windenergieanlage. Das Unternehmen organisierte gemeinsam mit dem Unternehmen Energiequelle GmbH, die für die Planung und Errichtung der Anlage verantwortlich ist, eine Bürgerversammlung, bei der das Bauvorhaben vorgestellt wurde. Auch über die verschiedenen Fördermöglichkeiten informierten die Veranstalter.

An verschiedenen Ständen konnten während der Informationsveranstaltung die Einwohner Hottendorfs etwas über die Auswirkungen einer Windenergieanlage erfahren, die Visualisierung einsehen und mit einer VR-Brille virtuell eine Anlage besichtigen. Darüber hinaus wurde erläutert, welche Maßnahmen zum Ausgleich angeboten werden können.

Anwesend waren bei dieser Versammlung die Mitglieder des Ortschaftsrates und Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig. Sie stellte klar, dass der beabsichtigte Baubereich nicht in einem Windvorranggebiet liegt. Damit müsste ein gesondertes Verfahren über die Regionale Planungsgemeinschaft eingeleitet werden. Nur mit Zustimmung der Stadt würde dies gehen. Nach Abstimmung mit dem Ortschaftsrat könne dies jedoch nur mit Zustimmung des Ortschaftsrates eingeleitet werden. Der Ortschaftsrat hingegen möchte seine Entscheidung von der Meinung der Bürger abhängig machen. Der Ortschaftsrat rechnet mit einem hohen Bürgerinteresse.

Abstimmung über das Windrad

„Aus diesem Grunde haben wir uns entschieden, im Monat Dezember eine Bürgerumfrage zu starten“, teilte Mandy Zepig mit. Die Umfrageunterlagen werden übermittelt und dann ausgewertet. „Das Ziel ist, die Klärung noch vor den Weihnachtsfeiertagen zu erreichen“, wie die Hansestadt informiert.

„Wir hoffen, dass wir den Einwohnern von Hottendorf deutlich machen konnten, dass bei Errichtung der Anlage etwas an Wertschöpfung in den Ort zurückfließt. Das ist uns in all unseren Projekten wichtig, um gemeinsam mit allen Beteiligten von der Energiewende zu profitieren und unseren Beitrag zu leisten“, so Armin Gräntzdörffer, Projektverantwortlicher bei der Energiequelle GmbH.

100.000 Euro aus der Energiequelle Stiftung

Wie bereits im Zuge der Errichtung einer Windkraftanlage in Gardelegen sollen auch in Hottendorf 100.000 Euro über die Energiequelle Stiftung zur Verfügung gestellt werden. Dieses Geld soll, entgegen der Sorge einiger Bürger, ausschließlich in Hottendorf Verwendung finden. Zudem seien Maßnahmen zur Entsiegelung und Bepflanzung möglich, ebenso wie ein günstiger Stromtarif durch die Energiequelle- Tochter EQStrom.