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In der Touristenstation Ferchland findet die zweite Ferienfreizeit statt 27 Kinder, vier Betreuer und eine Woche Spaß

Von Franziska Ellrich 16.08.2013, 03:10

Ferchland l Im Wald der Touristenstation Ferchland geht es rund. Die Jungs rennen mit ihren Kellen um die Tischtennisplatte, die Mädchen wippen. Nach Wandern, Radeln und Kegeln folgt der meist schönste Teil des Tages: Gruselgeschichten im Doppelstockbett.

Angelina Leppin ist zum ersten Mal im Ferienlager in Ferchland. "Die Möhrensuppe war richtig lecker", ist die erste Antwort auf die Frage, wie es der Siebenjährigen hier gefällt. Und dann kommt sie aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus: "Wir sind schon Fahrrad gefahren, gewandert und haben gepicknickt." Das erste Mal allein im Urlaub. Ohne Eltern. Aufregend. Vor allem nachts.

Angelina Leppin schläft unten in einem der drei Doppelstockbetten in ihrem Zimmer. "Meine Eltern hatten Angst, dass ich rausfallen könnte", erzählt die Genthinerin und schüttelt den Kopf vor lauter Unverständnis: "Dabei sind doch da extra Bretter davor." Dass man nicht so leicht aus den Hochbetten im Haus Kiefernblick fällt, hat Max Greiner bereits getestet.

"Abends erzählen wir uns immer noch ganz lange was", verrät der Neunjährige. Gestern waren es Witze und heute kommen die Gruselgeschichten dran. Aber zu lange und zu laut darf es nicht werden. Da achten die Betreuer drauf. Eine Verwarnung musste Martin Falk bereits aussprechen.

"Bei drei Verwarnungen muss man auf dem Flur schlafen", kennt Max Greiner die Regeln ganz genau. Der Genthiner ist bereits zum zweiten Mal in Ferchland dabei.

Für Leonie Hoffmann ist es die dritte Ferienfreizeit: "Ich freue mich am meisten auf den Ausflug ins Erlebnisbad." Vorher stehen aber noch die Staffelspiele, das Brötchen backen und ein Ausflug zum Wildgehege an. Eigentlich wollten die 27 Feriengäste auch einen Abend am selbstgebauten Lagerfeuer verbringen. Doch das war bisher nicht erlaubt. "Aufgrund der Waldbrandgefahr haben wir keine Erlaubnis dafür bekommen", erklärt Verena Dombrowski von der Touristenstation. Seit über 20 Jahren gibt es die Ferienfreizeiten schon.

Luisa Fieth ist als Betreuerin erst zum zweiten Mal dabei. Sie studiert Erziehungswissenschaft in Erfurt: "Es ist super, wenn man die Theorie hier mit den Kindern in der Praxis anwenden kann." Genau das gefällt auch Betreuer Martin Falk. Der angehende Grundschullehrer lässt sich immer was Neues für die Kinder einfallen. Gerade werden Ferienpässe gebastelt, in denen die Kleinen ihre Erlebnisse und die Adressen ihrer neu gewonnen Freunde festhalten können.

Er hilft zum vierten Mal während der Sommerferien. "Die Chemie stimmt einfach, vor allem mit den Kollegen", sagt der Griebener und nickt dabei Andrea Wagner zu. Sie ist Mitarbeiterin der Touristenstation und für die Kinderbetreuung zuständig. Mit den Kollegen, und vor allem mit den Kindern, werde viel gelacht.