Genthin l Helle Aufregung begleitete den Projekttag an der Uhland-Grundschule. In allen Klassen drehte er sich um das Thema Wasser. Im wahrsten Sinne des Wortes kein trockener Lehrstoff, der in allen Klassenstufen altersgerecht und auf ganz anschauliche Weise vermittelt wurde. Jeder Lehrer hatte den Ökologie-Tag für seine Schüler lehrplangerecht vorbereitet.

Sachkundeunterricht mal anders

Das Thema Wasser ist vor allem im Lehrplan des Sachkundeunterrichts verankert. „Es gibt aber unglaublich viele Möglichkeiten, das Thema fächerübergreifend zu vermitteln. Bilder malen, Gedichte schreiben, einen Wasserverbrauch berechnen, und vieles mehr. Nicht zuletzt wird die Entdeckerfreude der Kinder geweckt. Selbst tätig zu werden, macht vielen Kindern Spaß und sie üben sich im Vermuten, Ausprobieren und nicht zuletzt Staunen. „Wir können also unseren Schülern vielseitige Angebote machen“, zeigte sich Annett Kaiser-Wenzlau zuversichtlich.

Für die Projekte an der Schule hat sie mittlerweile seit drei Jahren den Hut auf. Als Kooperationspartner unterstützte diesmal der Trinkwasser- und Abwasserverband Genthin (TAV) den Ökologietag, indem er jeder Klassenstufe Informationsmaterial zur Verfügung stellte, darunter Comics und kindgerechte Informationshefte. Das kommunale Unternehmen ermöglichte den vierten Klassen einen nicht alltäglichen Besuch des Wasserwerkes an der Rathenower Heerstraße. Die Großen lernten so die Wasserreinigung und die Wasserversorgung aus nächster Nähe kennen.

Bilder

Zusammenarbeit der Institutionen

Im Rahmen der Öffentlichkeits- und Schulkontaktarbeit stellt der TAV jährlich in begrenztem Rahmen Informationsmaterial für Schulklassen zur Verfügung und ermöglicht Besichtigungen. „Wir kommen gern den Nachfragen von Schulen nach“, sagte Carola Liebscher vom TAV.

Nicht minder aufregend ging es für die Klassen eins bis drei auch unmittelbar im Schulgebäude zu. Während die ersten Klassen mit einer Geschichte vom Tropfen auf große Reise gingen, gab es für die Klassen zwei und drei ein Angebot aus spielerischen Experimenten, Gemeinschafts- und Testaufgaben. Für die Schüler der 3c hatte Annett Kaiser-Wenzlau zehn verschiedene Stationen und verschiedene Experimente vorbereitet, die so manchen zum Nachdenken und Grübeln brachte. Aufregende Frage bei einem von zahlreiche Experimenten: Filtern Sand oder Mutterboden mit Kaffeesatz angereichertes Wasser am besten?

Was schwimmt?

Lehrerin Yvonne Beloch machte es derweil in der Klasse 2a richtig spannend. Sie hatte ein kleines Wasserbecken vorbereitet, in das sie nach und nach verschiedene Gegenstände und Dinge legte. Die Schüler waren gefordert, auf einem Arbeitsblatt ihre Vermutung niederzuschreiben. Schwimmt oder sinkt ein Knetball, eine Glasmurmel, ein Aststück, eine Münze, eine verschlossene Glasflasche und eine offene Glasflasche oder ein Korken? „Was meint ihr, warum schwimmen oder sinken die Gegenstände?“, weckte Yvonne Beloch die Neugier ihrer Schützlinge, die sich von den Experimenten begeistern ließen. Zum Abschluss des Projekttages wurde ein Plakat gestaltet, woran sich alle Klassen beteiligen. Es wird dem TAV übergeben.

Ökologietage haben an der Uhlandschule inzwischen eine kleine Tradition und waren meistens vor einem Tag der offenen Tür mit ganz praktischen Tätigkeiten entweder auf dem Schulhof oder dem Schulgelände ergänzt worden. Im vergangenen Jahr drehte sich so beispielsweise alles um das Thema Müll.