Genthin l „Es gibt eine schöne Vielfalt von Motiven und Stilen“, machte Christa Wolf vom Kunstverein während der Eröffnung Reklame für die neue Ausstellung. Sozusagen eine Werkschau der eigenen Tätigkeiten sei sie. Denn die sieben Hobbymaler und Hobbymalerinnen gehören alle dem Genthiner Verein an und sammelten unter anderem Erfahrungen in Kursen der anerkannten Maler Erhard Holley und Michael Student.

Ansprechende Naturbilder

Ansprechende Natur- und Blumenmotive sind in den Kursen entstanden. Farbenfroh und sehenswert. Spannend sind manche Entstehungsgeschichten. Regina Bahr etwa malt häufig direkt in der Natur und lässt sich von Umfeld und Umwelt zu ihren Bildern inspirieren. Wenn ihre Bilder auch ein wenig von spontanen Einfällen beeinflusst werden, ist Renate Braun eine akribische und exakte Arbeiterin. Ihre Kalligrafiewerke waren kürzlich in einer eigenen Ausstellung zu sehen.

„Ich achte darauf, dass Text und Schrift zusammenpassen, sodass ein vernünftiger Eindruck beim Betrachter entsteht“, erläuterte sie. In der Ausstellung ist ein Bild mit einem Gedicht der Jerichower Künstlerin Luise Winkelmann zu sehen. Die Ölgemälde von Renate Polotzek zeigen Blumen und sind vielleicht die letzten ihrer Art. „Ich fange gerade an, wild zu malen und lasse meiner Fantasie viel stärker ihren Lauf.“ Einige der abstrakten Werke würden bereits in Premnitz gezeigt.

Selbstgebaute Rahmen

Eine Besonderheit der landschaftlichen Acrylbilder von Peter Renusch ist, dass er sie mit selbstgebauten Rahmen in die Ausstellung gegeben hat. Bilder und Rahmen seien so eine Einheit. Heidrun Telke liefert leichte Aquarelle mit Hafenmotiven, Christiane Thomas liefert große, ausdrucksstarke Bilder in Spachteltechnik und Christa Wolf Blumenbilder in Öl. Musikalisch wurden die Gäste der Eröffnung durch Pianoklänge des 17-jährigen Karl Giese eingestimmt, Bäcker Ulrich Rohde stiftete den Besuchern Kuchen.

Mit der Veranstaltung setzt der Kunstverein seine Reihe mit dauerhaften Ausstellungen in der ersten Etage des Wasserturms fort. „Wir dürfen noch ein wenig in unserem ‚Zuhause‘ bleiben“, sagte die Vereinsvorsitzende Eva-Maria Rohmann im Vorfeld der Veranstaltung. Dadurch gewann sie der verschobenen Sanierung des Genthiner Wahrzeichens noch etwas Positives ab. „Wir werden in den kommenden Monaten unsere Aktivitäten weiter fortführen“, kündigte Rohmann an. Bedeutet: Kurse, Versammlungen und öffentliche Angebote finden weiterhin statt.

Wasserturmplattform begehbar

Wahrscheinlich auch im kommenden Jahr. Denn derzeit ist eine Wasserturmsanierung laut Stadtverwaltung frühestens ab dem Jahr 2021 möglich. Grund sind gestiegene Kosten, die derzeit nicht zu finanzieren sind. Für Wasserturmbesucher ist derzeit nicht nur die Ausstellung zu besichtigen, sondern auch der Aufstieg auf die Aussichtsplattform möglich. Anmeldungen sind in der Touristinfo Genthin unter Tel. 039 33/80 22 25 möglich.