Aktion

Auszubildende übernehmen die Chefsessel im Jerichower Krankenhaus

Von Simone Pötschke

Jerichow (vs). Für eine Woche waren Lisa-Marie Lenz, Eric Schwarz und Pascal Mebes die Chefs auf der gerontopsychiatrischen Station, Bereich Psychiatrie, des Awo-Fachkrankenhauses in Jerichow.

Die Auszubildenden des dritten Ausbildungsjahres hätten sich, so geht aus einer Presssemitteilung des Awo-Landesverbandes Sachsen-Anhalt hervor, mit großem Einsatz um die Patienten auf dieser Station gekümmert – ältere Patientinnen und Patienten etwa ab dem 60. Lebensjahr, die an seelischen Erkrankungen oder kognitiven Störungen leiden.

Für die drei Azubis war diese Stationsleitungswoche eine wichtige Vorbereitung auf ihre Abschlussprüfung zum Gesundheits- und Krankenpfleger.

Unter Begleitung der Praxisanleiterinnen Schwester Alyssa Bohling und Schwester Claudia Noack sowie der Koordinatorin der Praxisanleitung, Schwester Corinna Wernstedt, galt es, viele Aufgaben zu bewältigen: angefangen bei der Grundkrankenpflege bis hin zur Behandlungspflege wie Blutentnahmen, Injektionen sowie Medikamente, die bereitgestellt und verabreicht wurden. Auch administrative Aufgaben nahmen einen großen Raum in der täglichen Arbeit der drei Azubis ein.

Ausnahmsweise Bereich mit 14 Plätzen geleitet

Die Auszubildenden, so heißt es weiter, hätten während ihrer Ausbildung bereits verschiedene Stationen der Fachabteilungen im AWO Fachkrankenhaus Jerichow sowie auch in anderen Kliniken durchlaufen. In der Projektwoche hätten sie dann das Kommando übernehmen und beweisen dürfen, dass sie ihre Ausbildung in diesem Sommer erfolgreich abschließen können.

Motiviert und sicher hätten die drei Auszubildenden den offenen Bereich mit 14 Behandlungsplätzen geleitet und geführt, inklusive der Betreuung der Patienten im Früh- und Mitteldienst. Die Verteilung der Dienste organisierten die Azubis auch selbst.

Optimal auf stressigen Alltag vorbereitet

Alle Auszubildenden hätten sich mit besonderen Interesse, Einsatzbereitschaft und Einfühlungsvermögen dieser anspruchsvollen Aufgabe gewidmet, so das Fazit von Manuela Iden (Stellverteterin der Stationsleitung) und Praxisanleiterin Alyssa Bohling. Die baldigen Berufseinsteiger fühlen sich durch diese Woche optimal auf den doch oft stressigen Alltag nach ihrer Ausbildung vorbereitet.

Trotzdem: „Wir hatten viel Freude und Spaß während dieser besonderen Zeit, schade, dass es schon vorbei ist.“, so das Resümee der Auszubildenden am Ende dieser Praxiswoche.