Jerichow l Immer mehr Ortschaften im Gebiet der Einheitsgemeinde Stadt Jerichow bekommen die Möglichkeit zum schnellen Surfen im Internet. Im Dezember informierte Roland Voigt, Regionalmanager der Deutschen Telekom, über die Möglichkeiten des Ausbaus und wie das schnellere Netz für Kunden möglich gemacht werden kann. Über den aktuellen Stand der Bauarbeiten informierte nun der Jerichower Bauamtsmitarbeiter Ralf Demann.

Abgeschlossen sind die Grabungsarbeiten mittlerweile in den Ortschaften Redekin, Wulkow, Nielebock, Brettin und Roßdorf. „Hier können bereits Anträge an die Telekom gestellt werden“, so Demann. Eine Oberflächenabnahme ist erfolgt in den Ortsteilen Schlagenthin, Groß- und Kleindemsin, Zabakuck und Güssow. Noch keine Abnahmen sind erfolgt in Neuen- und Altenklitsche sowie Karow und Kade.

Zum Hintergrund: Im neuen Netz sind Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich. Das gilt auch für Musik- und Video-Streaming oder das Speichern in der sogenannten Cloud. Das maximale Tempo beim Herunterladen von Daten steigt auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s. Die Telekom hat dafür das bestehende Netz umgebaut und aufgerüstet. So wurden die Verteilerkästen in den Straßenzügen erneuert und mit modernen Glasfaserkabeln angeschlossen.

„Schnelles Internet ist heute ein Muss“, sagt dazu der Jerichower Bürgermeister Harald Bothe, Bürgermeister von Jerichow. „Nur die Kommune, die eine moderne digitale Infrastruktur besitzt, ist auch attraktiv für Familien und Unternehmen. „Wer die schnellen Internetanschlüsse nutzen möchte, kann sie ab sofort online, telefonisch oder im Fachhandel buchen“, sagt Roland Voigt, Regionalmanager der Deutschen Telekom. „In kürzester Zeit sind jetzt Videos aufgerufen, Bankgeschäfte erledigt und Urlaube gebucht.“

Glasfaserkabel

Zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler am Straßenrand verlegt die Telekom Glasfaserkabel. Das erhöht das Tempo der Datenübertragung deutlich. Die grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen umgebaut. Hier wandelt sich das Lichtsignal in ein elektrisches Signal. Von dort geht es über das bestehende Netz zum Anschluss des Kunden. Bei der Übertragung wird eine Technik eingesetzt, die elektromagnetische Störungen beseitigt. Dadurch werden höhere Bandbreiten erreicht.

Aber mit diesem Ausbau wird noch nicht Schluss sein. Die Technik sei so ausgelegt das zukünftig mit der Supervectoring-Technologie der Turbo im Netz gezündet werden kann. Die möglichen Geschwindigkeiten werden dann auf bis zu 250 Megabit pro Sekunde (MBit/s) steigen, erläuterte der Experte der Telekom.

Ziel der Telekom sei es, bis zum Ende des Jahres den Aubau im Jerichower Raum abgeschlossen zu haben. Das teilte Regionalmanager Roland Voigt auf Anfrage mit.