Genthin l  Applaus und Trommelwirbel als Dankeschön für Menschen, die im Gesundheitswesen für Andere da sind. Das gab es am Freitagmittag in Genthin.

Applaus im Rathaus

Im Rathaus war die symbolische Aktion akustisch dezent aber doch deutlich sichtbar. Von seinem Balkon vor seinem Büro hielt Bürgermeister Matthias Günther ein Schild mit der Aufschrift "Danke" in die Höhe. Ein "Rotes Kreuz" zeigte an wen sich das Dankeschön richtete: An die Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die derzeit viele Stunden für andere Menschen da sind. Ärzte, Pfleger, Krankenschwestern, Apotheker aber auch Rettungskräfte oder Mitarbeiter der Gesundheitsämter. Sie sind die Menschen des Augenblicks.

Aus dem Rathaus war daher auch minutenlanger Applaus zu hören. Aus einigen Fenstern wurden weitere Schilder in die Höhe gehalten, während von der nahegelegenen evangelischen St. Trinitatiskirche der Schlag der Glocken erklang. Pfarrerin Beate Eisert hatte die Aktion für Genthin angeregt. „Machen Sie Lärm, um unsere Wertschätzung für all die großartigen Mitarbeitenden des Gesundheitswesens zu zeigen, die gegen das Coronavirus kämpfen. Ohne sie hätten wir keine Chance“, wirbt die Pfarrerin um eine rege Beteiligung. Dies  sei eine Aktion, eine einfache Geste, um Solidarität zu zeigen.

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Lärmen im Morushaus

Aber auch im unter katholischer Trägerschaft befindlichen Jugendhaus Thomas Morus wurde die Aktion mitgemacht. Derzeit sind nur wenige Mitarbeiter im Haus tätig. Für die Öffentlichkeit ist das Haus derzeit geschlossen. Jugendliche waren nicht vor Ort. Also lärmten die verbliebenen Mitarbeiter im gebührenden Abstand mit dem Schlagen von Kochlöffeln auf Topfböden und machen so lautstark deutlich: Auch das Morus Haus sagt "Danke".

Die Genthiner beteiligten sich an einer europaweiten Aktion, zu der „WeMove Europe“ auf sozialen Netzwerken aufgerufen hat. „Lasst uns in dieser Notlage in ganz Europa vereint bleiben. In Italien, Spanien und Portugal haben sich die Menschen bereits zu Tausenden gemeldet, um Solidarität und Dank für die Mitarbeitenden des Gesundheitswesens zu zeigen“, heißt es auf der Facebookseite. „Machen wir alle mit und zeigen wir der Welt, dass ganz Europa vereint ist!“