Dretzel l Eine Frau krabbelt in den Himmel. Zumindest hatte es am Sonnabend beim Kistenstapeln auf dem Dorffest in Dretzel den Anschein. Eine Kiste, noch eine Kiste und immer hinterher klettern - natürlich gesichert am Seil. Fast wollte das Übereinanderstapeln der Kisten kein Ende nehmen.

Doch bei Kasten Nummer 16 wurde es langsam kippelig, Nummer 17 klappte noch und dann stürzte der Turm um. „Es wurde am Ende immer schwieriger, das Gleichgewicht zu halten, der Turm beginnt irgendwann wackelig zu werden“, berichtete Kathrin Röhrig, nachdem sie am Seil sanft zur Erde zurück geschwebt war.

Gleichgewicht halten ist schwierig

Dennoch gab es Applaus vom Publikum und Lob von den Dretzeler Feuerwehrleuten: „Das war eine gute Leistung, so weit muss man erst Mal schaffen.“ Aber da war Röhrig schon wieder an der nächsten Station, denn in einem aufblasbaren Volleyballfeld unterstützte sie ein vierköpfiges Team aus in einem kleinen Turnier. Erfolgreich. Gemeinsam mit einer Dretzeler/Tucheimer Mannschaft, landeten die Brandensteiner auf Platz eins.

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Ein rundes Fest hatte der Dretzeler Feuerwehrverein auf die Beine gestellt. „Und das bereits zum 13. Mal“, lobte der scheidende Vorsitzende Falk-Holger Schmidt, der den Nachmittag gemeinsam mit seinem Nachfolger Bernhard Schwandt eröffnete. Geboten wurde eine ganze Menge. Für die Kinder drehte sich ein Nostalgiekarussel. Die Besucher konnten sich an einem Galgenkegeln versuchen, wurden an verschiedenen Ständen bestens versorgt oder konnten einfach miteinander plaudern.

Gäste aus Nachbardörfern

„Unter der Woche sieht man sich oft nicht, da ist das ein schöner Treffpunkt für die Dorfbewohner“, fand eine Dretzelerin. „Wir haben sogar Gäste aus den Nachbardörfern und zeigen, das wir eine gute Gemeinschaft haben“, fügte Bernhard Schwandt hinzu. Er freute sich, dass trotz des Hitzewetters viele Besucher auf dem Platz waren. Nicht wenige machten Abstecher zur Motorradausstellung des Bikerstammtisches „Eastside“, wo verschiedene Choppermodelle gezeigt worden. Die zehn Stammtischmitglieder seien auch fleißig bei Auf- und Abbau zur Hand gegangen.

Ebenfalls seit Jahren mit dem Dorffest verbunden, sind die Mitglieder des Ensembles „Ice Cream“ des Tanz- und Gesangszentrums Parey. Nicht nur für die vier Tänzerinnen war der Hitzeauftritt eine echte Herausforderung, die sie gekonnt meisterten. Auch bei den Sängerinnen klappte nicht alles. „Tina Stollberg musste das Programm mit ihrem Repertoire bestreiten, da zwei weitere Sängerinnen aufgrund von Krankheit ausgefallen sind“, berichtete Moderator und Ice-Cream Betreuer Manfred Göbel.

Sängerin meistert Show allein

Doch Sängerin Tina schlug sich wacker, sang bekannte Hits von Andrea Berg und sogar mit Manfred Göbel und einer Besucherin im Duett. Damit bekam auch dieser Auftritt die Marke „Gelungen“. Genau wie bei Schlagzeuger Phil Keil aus Hohenseeden. Der musste sogar mehrfach ran.

Einmal am Nachmittag und dann am Abend in der Disco mit DJ Banane. Trotz seiner zwölf Jahre, spielte Phil die Auftritte gekonnt. Und am Ende brachten DJ und Drummer die Dretzeler durchaus in Schwung.