Rund 1000 Zuschauer

Fans feiern die alten und neuen Hits von Karat auf der Güsener Freilichtbühne

Die Kult-Band Karat begeisterte am Sonnabendabend 999 Besucher auf der ausverkauften Güsener Freilichtbühne mit ihrem ersten Konzert nach achtmonatiger Zwangspause.

Von Bettina Schütze
Sänger Claudius Dreilich, Bernd Römer (Gitarre, li.), Michael Schwandt (Schlagzeug), Christian Liebig (Bass, re.) und Martin Becker (Keyboard) heizten dem begeisterten Publikum an der Freilichtbühne Güsen ordentlich ein.
Sänger Claudius Dreilich, Bernd Römer (Gitarre, li.), Michael Schwandt (Schlagzeug), Christian Liebig (Bass, re.) und Martin Becker (Keyboard) heizten dem begeisterten Publikum an der Freilichtbühne Güsen ordentlich ein. Foto: Bettina Schütze

Güsen - „Endlich ist wieder was los“, freute sich eine Konzertbesucherin aus Burg. Und eine andere ergänzte: „Es ist eine tolle und entspannte Atmosphäre hier.“ Eine weitere stand in Erwartung des Auftritts von Karat mit Gänsehaut direkt vor der Bühne. Schon lange vor Konzertbeginn strömten die erwartungsvollen Besucher aus Nah und Fern auf das Gelände der Freilichtbühne. Trotzdem konnte das Konzert erst mit 30-minütiger Verspätung starten. Grund: Es standen um 19 Uhr noch immer einige Leute am Mobilen Testzentrum des Landkreises. Viele hatten zuvor eine Stunde lang in der prallen Sonne angestanden, um ihr negatives Testergebnis zu erhalten. Doch das tat der Begeisterung keinen Abbruch.

„Nach acht Monaten dürfen wir endlich wieder ein Konzert spielen und das hier in Güsen. Es ist fantastisch“, so Sänger Claudius Dreilich. Die Musiker, so Claudius Dreilich, müssen sich erst wieder an das Spielen vor Publikum gewöhnen. Im vergangenen Jahr wollte die Band eigentlich ihr 45-jährigen Bandjubiläum mit einer Tournee feiern. Doch Corona ließ das nicht zu. Claudius Dreilich: „Deshalb spielen wir heute hier in Güsen unser Jubiläumstournee-Programm.“ In den zurückliegenden Wochen und Monaten war die Band nur im Proberaum. Und der Sänger verriet, dass man bereits damit begonnen hat, das 50-jährige Band-Jubiläum vorzubereiten.

Die Band spielte neuere und natürlich ihre bekannten Hits. Das Publikum bestand zum überwiegenden Teil aus der Generation, die mit den Songs von Karat aufgewachsen ist. Und so war es nicht verwunderlich, dass sie die Texte problemlos mitsingen konnten. Titel wie „Gewitterregen“, „Albatros“, „Schwanenkönig“ oder „Blumen aus Eis“ gehörten dazu. Claudius Dreilich: „Der Titel ,Ich liebe jede Stunde' ist ein bisschen mein Lieblingssong in diesem Programm.“ Es wurde auch ordentlich mitgetanzt. So beim Song vom „Blauen Planeten“. Aber auch aus dem Akustikprogramm der Band, welches sie in kleineren Räumlichkeiten spielen, gab es einen kleinen Ausschnitt zu hören.

Natürlich fehlte auch nicht die Erinnerung an den am 12. Dezember 2004 verstorbenen Sänger Herbert Dreilich. Sein Nachfolger wurde Sohn Claudius. „Vor 16 Jahren war dies die schönste und schwerste Entscheidung, die ich getroffen habe.“ Er präsentierte den Song „Glocke 2000“, den sein Vater damals mit Tamara Danz gesungen hatte.

Nicht fehlen durfte der Kult-Hit „Über sieben Brücken“ der aus vielen Kehlen mitgesungen wurde. „Ihr habt uns eine große Freude gemacht. Besser hätten wir es nicht erwischen könnte“, so Claudius Dreilich. Angetan war die Band von der Betreuung durch den Güsener Heimatverein. „Wenn wir in die Waldbühne in Berlin kommen, interessiert das keinen. Das hier ist fantastisch. Es ist eine Betreuung ohnegleichen.“ Und Claudius Dreilich versprach: „Wir kommen gerne wieder. Ihr seid jetzt in Memory-Karat.“

Beim Kult-Hit ?Über sieben Brücken? sangen alle aus voller Kehle mit.
Beim Kult-Hit ?Über sieben Brücken? sangen alle aus voller Kehle mit.
Foto: Bettina Schütze
Die Begeisterung im Publikum war von der ersten Minute an groß.
Die Begeisterung im Publikum war von der ersten Minute an groß.
Foto: Bettina Schütze