Altenplathow l Ein besonderes Fleckchen Natur hat Gartentherapeut Thomas Kostka in der Altenplathower Str. 54 geschaffen. In den vergangenen Jahren ist der Therapie- und Schaugarten ständig umfangreicher geworden. Gegärtnert wird auf biologisch organische Weise. „Ganz ohne Pestizide, gedüngt wird mit Löwenzahn oder mit Brennesseljauche. Dadurch gibt es in unserem Garten noch Hummeln und Schmetterlinge in Hülle und Fülle“, freut sich Kostka.

Dem Besucher fällt nicht nur das Treiben der Insekten ins Auge, sondern auch die Farbenpracht der zahlreichen Pflanzen. Einige Bienenvölker betreut der Hobbyimker sogar selbst. Es sei eine Wohltat, sich einfach auf die Bank oder einen Stuhl zu setzen und dem Treiben der Natur zuzuschauen. Im vergangenen Jahr habe er beim Tag des offenen Gartens bereits mehre hundert Besucher begrüßen können. „Wir haben beim 500. Gast aufgehört zu zählen“, berichtet Kostka und ist sichtlich stolz auf seinen Garten und auf das Interesse der Besucher. Die erwartet in diesem Jahr der komplett fertiggestellte Rundkurs.

Festen Fußes durch den Garten

Festen Fußes können Gäste den Garten erkunden. Das idyllische Fleckchen Natur ist dadurch auch für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Rollatoren zugänglich. Dafür gab es eine Förderung mit LEADER-Mitteln und ELER. Außerdem seien nun auch die Sanitäranlagen behindertengerecht. Hergerichtet für den Besuchertag ist auch bereits die Terrasse, auf der sich die Gäste bei einer Tasse Kaffee ausruhen können. Noch in Vorbereitung befindet sich das Schwedenhaus, in dem künftig Übernachtungen möglich sein sollen.

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Seit zwei Jahren betreibt Thomas Kostka seinen Garten. Mittlerweile hat er sich mit seinem Angebot in Altenplathow etabliert. Zum Beispiel können die Patienten der Physiotherapiepraxis von Kostkas Frau Tanja Granitzki den Garten nutzen.

„Rehasport im Freien ist hier möglich und in der freien Natur etwas ganz anderes für das persönliche Wohlbefinden als in geschlossenen Räumen.“ Der Gartentherapeut weiß, wovon er spricht, hat er sich doch als ausgebildete Betreuungskraft für Senioren nach Paragraf 87b in einer Weiterbildung am Institut für Naturheilkunde in Erfurt für diese Therapieart fit gemacht.

Thomas Kostka lebt seinen Beruf und liebt die Natur. Das merkt jeder, der mit ihm ins Gespräch kommt. Voller Begeisterung erzählt er von Gräsern, Sträuchern und Bäumen in seinem Garten. „Hier finden Sie alte Obst- und Gemüsesorten, die viele nicht mehr kennen.“ Das Engagement wird in dieser Woche auch von höchster Stelle gewürdigt. Am Freitag um 10.15 Uhr erhält Thomas Kostka auf der Landesgartenschau in Burg die Gartenplakette „Natur im Garten“. Eine Auszeichnung für Schaugärten in Sachsen-Anhalt.

Rückenwind für den Garten

Vergeben wird die Plakette im Rahmen des Leader-Programmes von Christoph von Katte, Vorsitzender der gartenakademie Sachsen-Anhalt. Mit dabei sind auch Landtagspräsidentin Gabriele Brakenbusch (CDU) und Landwirtschafts- und Umweltministerin Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen) sowie eine österreichische Delegation um den Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka (ÖVP). „Für mich ist Freitag der 13. ein Glückstag“, freut sich Thomas Kostka schon jetzt.

Mit der Plakette geht auch einher, dass sein Garten deutschlandweit beworben und Teil eines großen Gartenverbundes wird. Die Auszeichnung wird öffentlich auf der Bühne des Goetheparks vergeben.

Der Schau- und Therapiegarten ist am Sonntag, 15. Juli, von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Dann gibt es auch Führungen auf Nachfrage. Weitere Informationen sind unter der Rufnummer 03933 / 805716 erhältlich.