Gas-Einsatz verläuft glimpflich

Genthin (spö) l Glimpflich ging am Sonnabend gegen 9.30 Uhr das fahrlässige Handtieren mit einem Minibagger an der Gasleitung durch Anwohner der Rathenower Heerstraße aus. "Unter ungünstigen Umständen hätte es durchaus zu einer schweren Gasexplosion kommen können", resümierte Stadtwehrleiter Achim Schmechtig den Einsatz der Ortswehren Genthin und Altenplathow. Bei Schachtarbeiten war eine Gasanschlussleitung einer Doppelhaushälfte so stark beschädigt worden, dass massiv Erdgas entwich und akute Explosionsgefahr bestand.

Die Feuerwehr sperrte zunächst den Umkreis der Schadenstelle von 100 Metern ab und evakuierte die Einwohner von insgesamt acht Häusern. Wie Einsatzleiter Achim Schmechtig informierte, habe die Feuerwehr sofort Löschbereitschaft hergestellt und dafür gesorgt, "dass jede Zündquelle ausgeschlossen wurde". Im Nahbereich der Schadstelle mussten sämtliche Fenster verschlossen werden, so dass kein Gas in die Gebäude treten konnte. Durch die günstige Windrichtung, Süd-Süd/West, die vorherrschte, wurde die austretende Erdgaswolke glücklicherweise in Richtung unbewohntes Gebiet abgetrieben. Gegen 10.20 Uhr schieberte der angeforderte Notdienst des Gasversorgers die defekte Gasleitung ab, anschließend erfolgte im Tagesverlauf durch eine Spezialfirma die Instandsetzung der stark in Mitleidenschaft gezogenen Gasleitung. Im rund zweistündigen Einsatz waren 17 Feuerwehrleute mit fünf Fahrzeugen. Ebenfalls zum Einsatz kam der in Genthin stationierte Gerätewagen-Gefahrgut des Fachdienstes ABC des Landkreises. Dieses Fahrzeug war angefordert worden, da es über nicht funkenreißendes Werkzeug verfügt, wie es zum Handtieren in explosionsgefährdeten Bereichen erforderlich ist. Für die Feuerwehrleute der Genthiner und Altenplathower Ortsfeuerwehren war dieser Einsatz innerhalb von einem Monat der zweite dieser Art.