Kultur

Geld für Interkulturelle Woche und Theaterstück in Genthin

Aufführung „Play Luther“ in der St. Trinitatiskirche soll zur Diskussion über den reformator anregen

Das Theaterstück Play Luther wird im Juli in Genthin aufgeführt.
Das Theaterstück Play Luther wird im Juli in Genthin aufgeführt. Joris Haas

Genthin - Mike Fleske

„Play Luther“, lautet der Titel eines Theaterstückes der Gruppe „Euro Formation“, das am 20. Juli um 17 Uhr in der St. Trinitatiskirche aufgeführt wird.

Das Theaterstück ist eine von drei Aktionen für die der Begleitausschuss des Bundesprogrammes „Demokratie leben“ finanzielle Mittel freigegeben hat. In „Play Luther“ werden Martin Luthers Lieder neu intoniert und Momente aus dessen Leben unter verschiedenen Blickwinkeln in Szene gesetzt.

Die Theatergruppe möchte mit dem Stück zur Diskussion und zum Nachdenken über die Person und das Schaffen des Kirchenreformators anregen. Dies sei direkt nach der Aufführung möglich, sagt Pfarrerin Beate Eisert. „Es gibt die Gelegenheit, mit den Schauspielern ins Gespräch zu kommen und bei einem Getränk vor der Kirche miteinander zu reden. 

34 Aktionen von Vereinen und Organisationen in einer Woche

Vom 26. September bis zum 3. Oktober wird es die Interkulturelle Woche geben. Diese wird gleichzeitig im gesamten Jerichower Land durchgeführt. Allein in Genthin, Jerichow und Elbe-Parey sind derzeit 34 Veranstaltungen geplant. Zahlreiche Vereine und Organisationen beteiligen sich daran. Unter anderem wird das Genthiner Jugendhaus erneut den Bürgermeister „grillen“.

Hinter der Aktion verbirgt sich ein Kochwettbewerb, bei dem Jugendliche gegen Stadtchef Matthias Günther antreten. Der Verein „Tänzer ohne Grenzen“ aus Berlin organisiert einen Flashmob unter dem Motto „Genthin bewegt sich“ und der „Zentralrat der Juden“ wird mit der Aktion „Meet a Jew“ in Genthin zu Gast sein und vor allem Jugendliche in Kontakt mit der jüdischen Kultur bringen.

Auch wird es in den Nachbarkommunen Elbe-Parey und Jerichow zahlreiche weitere Veranstaltungen geben. „In diesem Jahr sind insbesondere die Jerichower Ortschaften sehr engagiert“, erläutert Elke Förste, AWO-Projektkoordinatorin des Bundesprogrammes in Genthin.

Aktionswoche zur Not auch im digitalen Rahmen

Sie freue sich über die zahlreichen Mitstreiter, die die Aktionswoche mit eigenen Ideen bestücken. „Unsere Hoffnung ist, dass wir sämtliche Termine aufgrund der gesunkenen Coronainfektionen als Präsenzveranstaltung durchführen können.“

Allerdings seien auch einige Vorträge oder Informationsangebote geplant, die zur Not als digitale Angebote umgesetzt werden können. „Dadurch werden wir zur Interkulturellen Wochen in jedem Fall etwas machen“, verspricht die Koordinatorin. Neben den beiden öffentlichen Angeboten, wird auch eine Sicherheitswoche in der Grundschule Diesterweg in Altenplathow gefördert.

Dort sollen die Schüler unter dem Motto „Keine Macht der Gewalt“ an vier Tagen im gewaltlosen Miteinander geschult werden. Auch Grundschüler seien von Themen wie Gewalt, Mobbing oder Erpressung betroffen, man wolle als Schule Möglichkeiten zur Konfliktvermeidung und zum richtigen Umgang anbieten, erläuterte Schulleiterin Ute Kliem.

Unterstützt wird die Woche durch das Kinder- und Jugend-Sicherheitsteam (KiJu), deren Mitarbeiter bereits seit einigen Jahren insbesondere an Grundschulen in der Region zu Gast sind.