Parey l „Uns hat die Art und Weise nicht gefallen, mit der man unsere Einwände ignoriert hat", erzählt André Mucha, der sich auch in der Sitzung des Gemeinderates zu Wort gemeldet hatte. Ihm missfiel vor allem, dass der Einspruch der Anwohner des Birkenweges nicht den Gemeinderäten vorgelegt wurde. Gemeindebürgermeisterin Nicole Golz hatte das mit „Die Einwände sind nicht relevant“ begründet. Außerdem hatte sie erklärt, dass das Gebiet ein Mischgebiet sei. Nun haben die Anwohner einen Einspruch gegen den Beschluss des Gemeinderates in der Verwaltung eingereicht.

In dem zweiten Einspruch wird der Verwaltung vorgeworfen, dass trotz des rechtzeitig eingegangenen Einspruchs dieser den Gemeinderäten vorenthalten wurde. Es wird darauf hingewiesen, dass der geplante Verkauf nicht auf der Homepage der Gemeinde Elbe-Parey veröffentlicht wurde. In der Einwohnerfragestunde der Sitzung des Gemeinderates hatte die Gemeindebürgermeisterin mitgeteilt, dass „auf Grund einer privaten Anfrage Herr Nico Hoghe (Liegenschaften) mit der Suche nach einem geeigneten Grundstück beauftragt wurde“. André Mucha: „Laut telefonischer Auskunft von Herrn Hoghe handelt es sich beim Wohngebiet Birkenweg um ein reines Wohngebiet.“ Damit wäre nach Meinung der Anwohner eine Ansiedlung störend und den Bewohnern nicht zuzumuten. Außerdem bezweifeln die Anwohner die Begründung der besonderen Eignung des betreffenden Baugrundstückes. Sie verweisen stattdessen auf Baugrundstücke im „Wiesenweg“. Dort gebe es auch eine bessere Verkehrsanbindung. Bemängelt wird von den Anwohnern in ihrem Einspruch auch, dass im Falle einer Bebauung zahlreiche Bäume gefällt werden müssten. „Sollte es sich beim Interessenten um jemanden handeln, der ausschließlich ein Wohnhaus bauen möchte, sind ausreichend Grundstücke im Wohngebiet ,An den Reepen‘ vorhanden“, heißt es in dem Einspruch weiter.

Pareyer setzen sich für Erhalt ein

„Wir wollen, dass die Grünfläche hier so erhalten bleibt. Wir sind auch zu Alternativen bereit“, erklärt André Mucha. Die Grünfläche liege seit 27 Jahren brach. Bauen stand nach Meinung der Anwohner auf diesem Platz nie zur Debatte. So könnten sich die Anwohner vorstellen, die betreffende Grünfläche als ihren „kleinen Park im Grünen“ zu pachten und selbst zu pflegen.

„Laut B-Plan ist die betreffende Fläche eine Bebauungsfläche. Der Beschluss wurde rechtskräftig gefasst. Es gibt keine Tatsachen und Rechtsgrundlagen, die diesem Beschluss entgegen stehen. Der Ortschaftsrat, der Hauptausschuss und der Gemeinderat wurden beteiligt und haben positiv beschieden. Damit kann die Fläche verkauft werden“, erklärte der stellvertretende Gemeindebürgermeister Michael Rindert gegenüber der Volksstimme.