Heimatgeschichte

Güsen in Bildern - gestern und heute: Ausstellung im Bunker an der Freilichtbühne Güsen zu sehen

Die Ausstellung „Güsen in Bildern - gestern und heute“ wurde am Freitagabend feierlich eröffnet. Sie ist im Bunker an der Freilichtbühne zu besichtigen. Entstanden ist die Ausstellung für die 800-Jahr-Feier der Ortschaft Güsen.

Von Bettina Schütze
Uwe Bernau, Reinhard Weber, Hans-Werner Tusch und Rolf-Rüdiger Roeder (v. li.) haben die Ausstellung vorbereitet und gestaltet.
Uwe Bernau, Reinhard Weber, Hans-Werner Tusch und Rolf-Rüdiger Roeder (v. li.) haben die Ausstellung vorbereitet und gestaltet. Foto: B. Schütze

Güsen - Rund eineinhalb Jahre haben Uwe Bernau, Reinhard Weger, Rolf-Rüdiger Roeder und Hans-Werner Tusch diese Ausstellung vorbereitet. Unmengen am Fotomaterial waren zusammen zu tragen, zu sichten und auszuwählen. „Vor allem Ansichtskarten sind zu sehen. Die ältesten sind etwa 120 Jahre alt“, berichtete Hans-Werner Tusch anlässlich der feierlichen Eröffnung. Rund 170 Postkarten sind von Güsen bekannt. Es konnten nicht alle Schwerpunkte ausführlich dargestellt werden, aber angerissen wurden sie. Hans-Werner Tusch: „Wir haben zu vielen Dingen Fragen geklärt, Fakten erfragt und einiges auch selbst gewusst.“ Dorfansichten gibt es nur vom Oberdorf. „Das Unterdorf gab es damals noch nicht“, so Hans-Werner Tusch.

Rolf-Rüdiger Roeder hat sich um die aktuellen Fotos gekümmert. Er hat das Material in Form von Bildern und Zeitungsartikeln vom Zeitpunkt der 750-Jahr-Feier an zusammengetragen. „Wir haben uns beispielsweise dem Thema gewidmet, wieviel ortsprägende Gebäude es in Güsen gibt. Dabei konnten wir auch viele Ähnlichkeiten feststellen, von denen wir vorher nichts wussten“, so Rolf-Rüdiger Roeder. Und so ist eine „Vorher-Nachher-Show“ entstanden. Rolf-Rüdiger Roeder: „Wir haben festgestellt, dass mit der Zeit vieles farbiger geworden ist. Aber das Straßengrün fehlt heute.“ Im Zuge der Ausstellungsvorbereitung konnte auch ermittelt werden, dass bis zum Jahr 1990 78 Eigenheime in Güsen entstanden sind.

Entwicklung wird in Auszügen gezeigt

In der Fotoschau werden die Schwerpunkte in der Entwicklung von Güsen in Auszügen gezeigt. Anhand von Karten und Dokumenten sehen die Besucher, wie sich das Dorf in den letzten zirka 100 Jahren entwickelt hat und wie die Einwohner ihren Lebensunterhalt verdient haben. Die Bereiche Pennigsdorf, Schwellenwerk, Bahnhof, Kleiderwerk, Schule und FDGB-Schule können nur in Schwerpunkten gezeigt werden. Darüber hinaus gab es zahlreiche Kleingewerbe. Auch die kleinbäuerliche Landwirtschaft wird mit einigen Bildern dokumentiert. „Viele dieser Informationen beruhen auf Aussagen ehemaliger Einwohner sowie der zur Verfügung gestellten Bilder und haben keinen Anspruch, wissenschaftlichen Kriterien standzuhalten“, betont Hans-Werner Tusch. In Bezug auf die Geschichte des Ortes Güsen findet die Ausstellung im ehemaligen Luftschutzbunker des Arbeitslagers von Pennigsdorf im Bereich der Freilichtbühne statt. Er ist einer von vier Luftschutzbunkern des Arbeitslagers Pennigsdorf.

Die Organisatoren möchten sich beim Heimatverein „Wir sind Güsen“ für die Bereitstellung der Räumlichkeiten bedanken. Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos. Da die Ausstellung rein privat finanziert wird, werden die Besucher um eine kleine Spende gebeten.

Die Ausstellung noch kann am Mittwoch, 16. Juni, in der Zeit von 17 bis 19 Uhr, sowie am Sonnabend, 19. Juni, und am Sonntag, 20. Juni, jeweils in der Zeit von 13 bis 17 Uhr, im Bunker neben der Freilichtbühne besucht werden. Für Gruppen können in dieser Woche Termine zusätzlich vereinbart werden.

Das Interesse der Besucher zur offiziellen Ausstellungseröffnung war riesengroß.
Das Interesse der Besucher zur offiziellen Ausstellungseröffnung war riesengroß.
Foto: Bettina Schütze