Genthin l Die 850-Jahr-Feier Genthins sollte um ein Jahr verschoben werden. Diese Empfehlung des Festkomitees trug dessen Chef Thilo Voigt am Donnerstag dem Hauptausschuss bei seiner Präsenzsitzung im Lindenhof vor. Das letzte und entscheidende Wort bleibt nun dem Stadtrat vorbehalten. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass das Gremium dem Ansinnen des Festkomitees nicht folgen wird.

Denn die Vorbereitungen der Feierlichkeiten bleiben bis auf Weiteres von der Corona-Pandemie überschattet.

Vorbereitungen ins Hintertreffen geraten

Es ist Voigt zufolge nicht mehr möglich, das Fest in der geplanten Form wie vorgesehen im September durchzuführen. Die Vorbereitungen seien ins Hintertreffen geraten. Gegenwärtig sei nicht absehbar, wie unter den Hygiene-Auflagen die Vorbereitungen vorangetrieben werden können. In Anbetracht der Corona-Situation ist Voigt zufolge auch damit zu rechnen, dass Unternehmen und Firmen entweder gar nicht oder nur deutlich geringere Beträge sponsern können.

Als einen weiteren Grund, die Festivitäten zu verschieben, benannte Voigt den Umstand, dass Schulen, Organisationen und Vereine als wichtige Partner derzeit nicht zur Verfügung stünden. Wenn die Schulen selbst in den nächsten Wochen wieder öffneten, sei für die Schüler mittlerweile die Zeit zu kurz, um sich für Auftritte und Aktionen vorbereiten zu können. Voigt hob in diesem Zusammenhang hervor, dass beispielsweise die Mitwirkung der Schüler beim Festumzug unerlässlich sei. Doch auch der Festumzug müsse noch organisierte werden. Unter den jetzigen Umstände, erklärte Voigt vor den Mitgliedern des Hauptausschusses, könnte die 850-Jahr-Feier bestenfalls in einer „abgespeckten Variante“ durchgeführt werden. „Wir haben lange im Festkomitee darüber nachgedacht und sind zu dem Schluss gekommen, dass es besser ist, die Feierlichkeiten um ein Jahr zu verschieben.“ Anderenfalls müsste jetzt ein großes und vermutlich hektisches Umorganisieren beginnen.

Bürgermeister Matthias Günther (parteilos) ergänzte, dass sich auch der Lenkungsausschuss dafür ausgesprochen habe, die 850-Jahr-Feier um ein Jahr zu verschieben. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das geplante Jubiläum seien so erheblich, dass man sich zu diesem Schritt entschlossen habe.