Genthiner Feuerwehren absolvieren Montagnacht zwei umfangreiche Einsätze / Lebensgefahr in Treppenhäusern

Kellerbrand in Gillhoffstraße, Dieselfilm in der Marina

Von Manuela Langner

Genthin l Zwar hatten die Feuerwehrleute den Kellerbrand in der Gillhoffstraße am Montagabend schon eine Viertelstunde nach Eintreffen gelöscht, aber dennoch ist es ein zeitaufwendiger Einsatz gewesen.

Mit drei Hochleistungslüftern mussten die Treppenaufgänge 4, 5 und 6 vom dichten Rauch befreit werden. Dieser konnte sich über den parallel zur Gebäudeachse verlaufenden Versorgungsschacht ausbreiten.

Insgesamt waren 30 Feuerwehrleute, darunter acht Atemschutzgeräteträger, der Ortswehren Altenplathow, Genthin, Mützel und Parchen mit sieben Fahrzeugen im Einsatz.

"Personen sind nicht zu Schaden gekommen, aber es bestand eine erhebliche Gefährdung für Leib und Leben der Bewohner durch die verrauchten Treppenhäuser", teilte Stadtwehrleiter Achim Schmechtig mit. Auch die Polizei und der Rettungsdienst waren vor Ort.

Als Brandursache werde eine im Keller abgelegte Matratze, die von unbekannten Tätern angezündet wurde, vermutet, sagte Thomas Kriebitzsch, Pressesprecher des Polizeireviers Jerichower Land. Es sei ein Sachschaden in fünftselliger Höhe entstanden. Die Kriminalpolizei konnte Spuren am Tatort sichern.

Zwischen 23.54 und 1.56 Uhr hatte die Feuerwehr mit ihrem Einsatz in der Gillhoffstraße zu tun. Zuvor waren die Feuerwehrleute schon zwei Stunden im Sportboothafen gebraucht worden.

Dort wurde gegen 20.25 Uhr ein Ölschaden entdeckt, der sich über das gesamte, 28 Meter lange und 26 Meter breite Hafenbecken erstreckte.

"Mit einer Spezialflüssigkeit erfolgte die Ölschadensbekämpfung", erklärte Achim Schmechtig. Neben 19 Einsatzkräften, vier Fahrzeugen aus Genthin und Altenplathow kam auch das Mehrzweckboot der Feuerwehr MZB-55 zum Einsatz.

Die Wasserschutzpolizei war außerdem vor Ort, um die Ursache der Verschmutzung zu ermitteln.