Genthin l Auf dem Gelände der Uhland-Grundschule summte und brummte es. Die Genthiner Bienenzüchter Marko Arndt und Dieter Bischoff waren zu Gast und hatten neben einigen ihrer Tiere auch allerlei Imkerutensilien mitgebracht.

Anlass war der Ökologietag. „Das ist eine langjährige Tradition, die wir jedes Frühjahr veranstalten“, sagte die Lehrerin Annett Kaiser-Wenzlau. Dabei wurden in den vergangenen Jahren unter anderem die Themen Wasser und Müll behandelt. Wie die Idee zu dem diesjährigen Thema entstanden ist, erklärt Annett Kaiser-Wenzlau wie folgt: „Das Insektensterben ist ja derzeit in aller Munde. Deshalb ist die Wahl auf Insekten und speziell Bienen gefallen.“

Der Genthiner Imkerverein hat schnell seine Unterstützung zugesagt und den Kindern gestern viel über die Insekten beigebracht. „Die Honigbiene ist nur eine Sorte von rund 580 Bienen, die bei uns leben“, sagte Marko Arndt beispielsweise und erklärte darauf hin, dass beispielsweise auch Hummeln, Hornissen und Wespen zu der Insektengruppe zählen. Nützlich seien letztere unter anderem weil sie Mücken fressen. Ohne sie würden die Mückenpopulation schnell überhand nehmen und uns „noch mehr als so schon piesacken“, wie der Imker den Grundschülern erklärte.

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Imker erklären ihre Ausrüstung

Er führte den staundenden Knirpsen außerdem ausführlich die zahlreichen Geräte vor, die Imker für ihre Arbeit benötigten. Unter anderem den sogenannten Smoker, der dafür dient, die Bienen mit Rauch abzulenken und zu beruhigen sowie die Honigschleuder, bei der durch Zentrifugalkraft der Honig aus Bienenwaben geschleudert wird.

Beim Ökologietag wurde stationsweise vorgegangen. Während sich eine Klasse mit den Imkern unterhielt, malten andere in den Klassenräumen beispielsweise Biene Maja oder bastelten Bienen mit Körpern aus Klopapierrollen und anderen Materialien.

Vorbereitung auf Tag der offenen Tür

Doch auch die Pflanzenwelt wurde beim Ökologietag bedacht. So züchteten die Kinder verschiedene Kräuter in den Räumen und ließen Feuerbohnen aus befeuchteter Watte keimen. Auch draußen waren die Kinder fleißig. Mit Jäten, Harken und Säen brachten sie die den Schulhof und -garten auf Vordermann und strichen ein Hochbeet neu an. „In Vorbereitung auf den Tag der offenen Tür richten wir das Schulgelände schön her“, sagte Annett Kaiser-Wenzlau. Dabei legten sie passend zum Projekttag auch eine Bienenwiese an. Dafür hatten die Imker Saatgut mit einer speziellen Blumenmischung besorgt, die in unseren Gefilden besonders gut gedeihen und eine Wuchshöhe von circa 60 Zentimetern erreichen. Daraus soll ein abwechslungsreiches und nahrhaftes Blütenangebot für Bienen erwachsen.

Doch bevor es an die Arbeit ging, haben sich die Schüler ausgiebig bei einem Honigfrühstück gestärkt. Dafür haben die Imker, aber auch Eltern das süße Gold zur Verfügung gestellt.

Die Uhland-Grundschule veranstaltet am Freitag, 10. Mai, von 15 bis 17 Uhr einen Tag der offenen Tür, zu dem Eltern, Großeltern, aber auch andere Interessierte eingeladen sind.