Genthin l „Liebe Genthiner, nehmt euer Schicksal selbst in eure Hände, verliebt euch wieder neu in eure Stadt , seht die positiven Dinge und lasst euch nicht schlecht reden“, rief Landrat Steffen Burchhardt beim Genthiner Neujahrsempfang auf und forderte damit einen neuen Blick auf die eigene Heimatstadt aus der ein Gestaltungswille für das künftige erwachsen solle.

Vielleicht lässt sich die Zuneigung zur Stadt ja auch zunächst so ausdrücken, wie es seit geraumer Zeit in Burg geschieht. Dort hat die Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) eine Facebookseite #iloveburg ins Leben gerufen, auf der die Burger in kurzen Stellungnahmen etwas nettes über ihre Heimatstadt sagen können. Wobau-Chefin Bärbel Michael geht es darum, etwas Positives von Burg zu erzählen - kurz und authentisch. „Und je mehr sich beteiligen, um so besser. So waren im vergangenen Jahr bereits der Burger Bürgermeister Jörg Rehbaum, Yvonne Haase, Mitarbeiterin der Tourist-Information Burg oder Daniel Grünke, Unternehmer und gebürtiger Burger, Teil der Kampagne Sie alle äußerten sich zu den Vorzügen ihrer Heimatstadt. In diesem Jahr soll die Aktion fortgesetzt werden, zumal die teilnahme einfach ist. Via Facebook kann die Burger Wobau kontaktiert und ein kurzes Statement eingereicht werden.

Eine nachahmenswerte Idee auch für Genthin? Vielleicht könnte aus #iloveburg in diesem Jahr #ilovegenthin werden. Im Stadtrat gibt es bereits einige Zustimmung. „Ich finde schon, dass man so etwas machen könnte“, meint etwa Lutz Nitz, Fraktionsvorsitzender der Grünen. „Die Stadtverwaltung könnte zunächst die offizielle Internetpräsenz überarbeiten und einen Link zu schönen Impressionen der Stadt einfügen.“ Das könnte ein guter erster sichtbarer Schritt sein. Allerdings sieht Nitz die Werbung für das Leben in Genthin eher auf eine breite Basis stellen würde.

Kleinstadtflair und Naturgrün

„Es wäre gut hier alle Medienkanäle zu nutzen, vom Internet über den Print, Audio und TV-Bereich, damit wir möglichst viele Menschen erreichen.“ Für ihn ist Genthin liebenswert, weil es durchaus ein Kleinstadtflair mit viel Naturgrün gibt und sich viele Menschen kennen. Für den Fraktionschef der CDU Klaus Voth lohnt sich Werbung für Genthin und seine Ortschaften ebenfalls: „Man sollte ruhig den Blick auf die angenehmen Seiten von Stadt und Land richten, ich halte das für eine gute Idee. „Für ihn sind eine liebenswerte Errungenschaft der Einheitsgemeinde, die zahlreichen vereine. „Dort wird egal ob im Sport- Förder-oder Heimatverein eine sehr engagierte Arbeit geleistet, durch die unsere Region tatsächlich sehr liebenswert wird.“ Gabriele Herrmann, Fraktionsvorsitzende der Linken sieht ebenfalls viel positives in der Stadt: „Man kommt gut mit den Menschen in Kontakt und kann mit ihnen viele Dinge auf einem kurzen Weg auf die Beine stellen.“ Zudem besteche Genthin durch kurze Wege. Für sie ist die Idee einer Online-Seite zum Bewerben der positiven Seiten der Stadt eine Idee, die sich zu diskutieren lohne. Wir nehmen das als Vorschlag auf und möchten darüber ins Gespräch kommen“, sagt sie. Welche Meinung haben Sie zum Thema „Werbung für Genthin“? Was ist liebenswert an der Stadt, wie sollte auf die positiven Merkmale aufmerksam gemacht werden?

Sagen Sie uns Ihre Meinung per E-Mail: Redaktion.Genthin@Volksstimme.de, heute zwischen 11 und 12 Uhr, unter der Telefonnummer 03933/873463 oder per Post an Volksstimme Genthin, Mageburger Straße 10, 39307 Genthin.