Genthin l Heute beginnen die Bauarbeiten auf der B 107. Los geht es in Genthin-Wald. Die Arbeiten erfolgen unter Vollsperrung. Der Anlieger- und der Rettungsverkehr (Rettungswagen und Feuerwehr) sind gewährleistet. Alle anderen Verkehrsteilnehmer müssen die bereits aus dem vergangenen Jahr bekannte Umleitung Genthin-Altenplathow-Ferchland-Jerichow nutzen.

Seniorenheim schwer zu erreichen

Das betrifft beide Fahrtrichtungen. Der überörtliche Verkehr wird nach entsprechender Ausschilderung bereits vor der Stadt Genthin umgeleitet. Nur schwer zu erreichen wird von nun an das Seniorenheim Genthin-Wald sein. Nur mit entsprechenden Anliegerbelegen kann man nun in den Bereich einfahren. Allerdings hat das Seniorenheim aufgrund der Corona-Virusgefahr den Besucherverkehr ohnehin auf ein Minimum eingeschränkt.

Schwieriger wird es für die Anlieger der Jerichower Straße im Verlauf des weiteren Baugeschehens. Der 1. Bauabschnitt der Stadtstrecke wird unter Vollsperrung am Ortseingang Genthin beginnen und bis zur Kreuzung Brettiner Chaussee/Altenplathower Straße laufen.

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Notquerung in der Heerstraße

Für die Anlieger der Rathenower Heerstraße soll es eine Notüberquerung in Richtung Altmärker Straße geben. Die Anlieger der Jerichower Straße 50 sollen über das Gelände des Gartenbaubetriebes auf die Brettiner Chaussee geführt werden.

Als 2. Bauabschnitt ist die Sanierung der eigentlichen Kreuzung Brettiner Chaussee/Altenplathower Straße geplant. Dabei soll zuerst der westliche Bereich gebaut werden und danach der östliche Bereich (Brettiner Chaussee). Dadurch soll gewährleistet sein, dass die Kreuzung in einer Nord-Süd-Richtung befahrbar bleiben soll. Allerdings wird dabei mit einer Ampelregelung gearbeitet. Der 3. Bauabschnitt dieser Maßnahme beginnt hinter der nunmehr ausgebauten Kreuzung bis inklusive Einmündung Ziegeleistraße.

Der von dieser Vollsperrung betroffene Anliegerverkehr wird über das Mühlenfeld und die Fritz-Henkel-Straße auf die Brettiner Chaussee geführt. Von dort kann der Innenstadtbereich Genthins dann nur über die ebenfalls bekannte Umleitungsstrecke Brettin und Roßdorf angefahren werden. Der 4. Bauabschnitt betrifft den Verkehrsknoten Wasserturm und den östlichen Anschluss an die B 1, also die Geschwister-Scholl-Straße. Die Kreuzung und die Brücke sollen dann wieder halbseitig befahrbar sein.

Bergzower Straße bleibt abgeschnitten

Der 5. Bauabschnitt betrifft die westliche Seite des Knotens Wasserturm und damit die Anbindung Bergzower Straße. Dieser Bereich wird dann von der Stadtseite aus nicht zu erreichen sein.

Trotz der Hinweise aus der Bevölkerung und auch von Gewerbetreibenden ist es hier nicht gelungen, eine andere Lösung als die Anbindung über Parchen oder Hohenseeden einzurichten. Fußgänger oder Radfahrer können den Fußgängerüberweg nutzen, um in die Stadt zu gelangen. Während einer weiteren Information im Genthiner Stadtrat stellten die Landesbaubehörde, Regionalbereich Mitte, und das zuständige Planungsbüro ein Bauende im Oktober in Aussicht. Stefan Hörold von der Landesbaubehörde betonte dabei mehrfach, dass die Arbeiten – außer im Kreuzungsbereich Brettiner Chaussee – aus Sicherheits- und technischen Gründen unter Vollsperrung ausgeführt werden müssten.

Unmut über Planung der Sanierung

Unmut gab es unter anderem bei Grünen-Stadtrat Lutz Nitz, der wiederholt das Gespräch auf die Möglichkeit einer Einrichtung eines Kreisverkehrs in Richtung Brettin brachte. „Diese Prüfung war nicht Bestandteil unseres Auftrages, der nur die Sanierung der bestehenden Bereiche vorsah, keinen Umbau“, machte Hörold deutlich. Einverstanden war Nitz mit dieser Antwort nicht, da er hier eine Chance zum verkehrssicheren Ausbau des Bereiches vertan sah. „Hier wird nicht nur saniert, sondern umgebaut, die Straße wird für den Abbiegeverkehr geändert“, machte er deutlich. Allerdings sind sämtliche Planungen bereits gelaufen.