Osterburg l Freude bei den Mädchen und Jungen der Klasse 3a der Seehäuser Grundschule: Sie bekommen die Kinderzeitung „Pusteblume“ der Volksstimme ins Haus. Und das Wichtigste: Das Agaplesion-Krankenhaus Seehausen konnte als Sponsor gewonnen werden, übernimmt die Kosten. Klassenlehrerin Claudia Brünicke nahm von Maria Theis, Geschäftsführerin des Diakoniekrankenhauses, die aktuellen Exemplare entgegen. Und die Schülerschar konnte es kaum erwarten, die „Pusteblume“ zu entdecken.

„Das ist eine Zeitung extra für Kinder“, klärte Juliane Thomas, Projektmanagerin der Magdeburger Mediengruppe, auf. Die Drittklässler haben das Blatt bereits in den vergangenen Tagen kennengelernt. „Wir lassen die Zeitung in das Unterrichtsgeschehen mit einfließen“, freute sich Claudia Brünicke über das Interesse „ihrer“ Schützlinge zu den dort verarbeiteten Themen. „Pusteblume“ soll Kindern leichter erklären, was in der Welt los ist.

Meinungen

Peter fand aus der Ausgabe der vergangenen Woche den Artikel über die Rübenernte spannend. Jason und ein großer Teil seiner Mitschüler blickten auf die Story mit den kürzlich geborenen Panda-Zwillingen aus dem Berliner Zoo zurück, die sie gern verfolgten. Tim konnte sogar seine Eltern überzeugen, eine in der „Pusteblume“ als Veranstaltungstipp vorgeschlagene Ausstellung im Magdeburger Elbauenpark zu besuchen. Und Amy findet die Witze auf der letzten Seite der Zeitung super.

Die „Pusteblume“ wird den Unterricht der Klasse 3a in diesem Schuljahr bereichern, bestätigte deren Klassenlehrerin. Und da schon mal Besuch von der Krankenhaus-Geschäftsführerin Maria Theis und Diana Scholz, Öffentlichtlichkeitsbeauftragte der Einrichtung, in der Klasse war, stellten die Schüler gleich ein paar Fragen. Wieviele Ärzte sind im Seehäuser Krankenhaus tätig? 27! Und wieviele Zimmer gibt es in dem Gebäude? Gar nicht so einfach, die Antwort. Auf jeden Fall stehen den Patienten 112 Betten zur Verfügung.

Die Seehäuser Grundschule trägt seit drei Jahren den Namen Dr. Albert Steinert. Er war Chefarzt am Seehäuser Krankenhaus. Die dort angebrachten Gedenktafeln können sich die Kinder gern einmal anschauen und durchlesen, lud Maria Theis die Klasse zu einem Besuch ein. Dr. Steinert versuchte an den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges, Seehausen vor einer drohenden Zerstörung zu bewahren. Er wurde in Wittenberge erschossen, auch darum ging es.

Die Schüler bedankten sich mit einem Lied bei ihren Gästen. Sie werden in den kommenden Tagen sicher begeistert die aktuelle Ausgabe der wöchentlich erscheinenden „Pusteblume“ durchstöbern. Unter anderem geht es in einem Artikel um tierische Einwanderer in hiesiger Region.