Halberstadt l Während der vergangenen Wochen nahmen die Schüler- und Lehrerschaft der Sekundarschule „Walter Gemm“ zum wiederholten Male an der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ teil. Nach dem Aufruf der Klassensprecher packten die Schülerinnen und Schüler, oft auch mit Unterstützung ihrer Eltern, im Oktober und November fleißig Weihnachtsgeschenke ein. Sie füllten die kleinen Pakete unter anderem mit Spielzeug, Malsachen, Kleidung und Süßigkeiten. Die Lehrerinnen und Lehrer taten es ihren Schülern gleich.

Besonders ins Zeug legten sich die 5. Klassen. Gemeinsam mit den Lehrerinnen Elgin Töwe und Birte Ohrdorff organisierten sie einen Kuchenbasar. Eltern und auch Großeltern unterstützten die Kinder mit selbst gebackenen Kuchen und Torten, die in der Schule verkauft wurden.

Geld gesammelt

Nach dem erfolgreichen Pausenverkauf gingen die Fünftklässler in die nahegelegene Innenstadt und verkauften dort ebenfalls ihren Kuchen. Auch Oberbürgermeister Andreas Henke schlug das Angebot nicht aus, probierte von dem Gebäck und spendete für die Aktion. Beim abschließenden Kassensturz kam eine Summe von 133,60 Euro zusammen. Der gesamte Erlös kommt der Aktion als Spende zugute.

Vor wenigen Tagen fand das Projekt seinen Abschluss. Die Mädchen und Jungen der Klasse 5 b brachten ihre selbst gepackten Schuhkartons mit zur Schule. Mit Unterstützung von Mitschülern wurde alles liebevoll als Weihnachtsgeschenke verpackt.

Gemeinsam mit Lehrerin Elgin Töwe und Schulsozialarbeiterin Julia Schütz lieferten die Kinder aus der 5 a und 5 b die Geschenkpakete und das Geld in der zentralen Sammelstelle ab. Sie machten sich dort auch ein Bild von der Aktion und fragten die ehrenamtlichen Mitarbeiter unter anderem nach dem Ziel der Pakete und der Verwendung der Geldspenden.

Europaweiter Versand

Die Gemm-Schüler erfuhren, dass mit diesen Paketen vor allem Kinder in Bulgarien, Rumänien, Polen, Weißrussland, der Ukraine, der Republik Moldau, in der Slowakei und in der Mongolei eine Weihnachtsfreude beschert werden soll.

Träger der Aktion im deutschsprachigen Raum ist seit 1996 die Organisation „Geschenke der Hoffnung“. Bisher erhielten über 6,5 Millionen Kinder Geschenkpakete aus dem deutschsprachigen Raum. Nahezu 10,5 Millionen Kinder in über 100 Ländern wurden alleine im Jahr 2014 beschenkt, heißt es auf der Internetseite der Organisation.

In der Zentrale in Berlin werden die Schuhkartons versandfertig gemacht und gehen dann auf die Reise in die Bestimmungsländer. Dort werden die Päckchen im Dezember von örtlichen Kirchengemeinden verteilt.