Halberstadt. Seit Donnerstag ist der von Fans lang herbei gesehnte siebte Teil der Star-Wars-Reihe „Das Erwachen der Macht“ in den deutschen Kinos zu sehen.

In der Zuckerfabrik in Halberstadt wurde der Kinostart des Films von Regisseur J.J. Abrams mit einer Mitternachtspremiere gefeiert. Um 0.01 Uhr am Donnerstag begann die Vorstellung, zu der insgesamt 100 Gäste erschienen. „Das ist für eine Mitternachtspremiere hier bei uns ein super Ergebnis“, sagt Theaterleiter Pierre Zimny.

Erwartungen sind groß

Zehn Jahre ist es her, dass zuletzt ein Star-Wars-Film über die große Leinwand flimmerte. „Episode III: Die Rache der Sith“ erschien im Jahr 2005.

"Heidi" erobert die Kinoleinwand

Halberstadt (mh) l Waisenkind Heidi ist glücklich, die Kindheit unbeschwert auf den Bergweiden der Schweizer Alpen verbringen zu können - gemeinsam mit dem Alm-Öhi, dem Geißen-Peter und den Tieren. Die Freude findet ein jähes Ende, als das Mädchen von ihrer Tante nach Frankfurt gebracht wird. Die Neu-Verfilmung des Kinderbuches von Johanna Spyri startet am 10. Dezember 2015 in den deutschen Kinos. Die Vorpremiere fand in Halberstadt statt.

  • Im Halberstädter Kinopark

    Im Halberstädter Kinopark "Zuckerfabrik" wurde die Vorpremiere des Kinofilms "Heidi" gefeier...

  • Gemeinsam mit dem Geißenpeter (Quirin Agrippi) hütet Heidi (Anuk Steffen) die Ziegen auf den Bergweiden in den Schweizer Alpen. Foto: Studiocanal/dpa

    Gemeinsam mit dem Geißenpeter (Quirin Agrippi) hütet Heidi (Anuk Steffen) die Ziegen au...

  • Heidi (Anuk Steffen) schafft es, den eigenbrötlerischen Alm-Öhi (Bruno Ganz) aus seiner Bergeinsamkeit zu holen. Foto: Studiocanal/dpa

    Heidi (Anuk Steffen) schafft es, den eigenbrötlerischen Alm-Öhi (Bruno Ganz) aus seiner...

  • Am Set von

    Am Set von "Heidi": Anuk Steffen (Heidi), Bruno Ganz (Alm-Öhi) und Quirin Agrippi (Geiß...

  • Die Schauspielerin Jella Haase spielt Tinette, ein Dienstmädchen, das Heidi in Frankfurt das Leben schwer macht. Foto: Jens Wolf/dpa

    Die Schauspielerin Jella Haase spielt Tinette, ein Dienstmädchen, das Heidi in Frankfurt das...

  • Alain Gsponer führte Regie bei

    Alain Gsponer führte Regie bei "Heidi". Foto: Jens Wolf/dpa

  • Die Schweizerin Johanna Spyri hat das Buch

    Die Schweizerin Johanna Spyri hat das Buch "Heidi" geschaffen. Es gehört inzwischen zu den b...

Die Vorfreude wie auch die Erwartungen der Kinobesucher waren kurz vor der Vorstellung dementsprechend groß. „Man stellt als Fan unheimlich große Ansprüche an den neuen Film“, sagt Kathrin Buchholz aus Ditfurt. Die 35-Jährige hat es sich nicht nehmen lassen, zur mitternächtlichen Premiere zu erscheinen - auch ohne Begleitung. Ihr Mann ist kein Fan, so wie sie, erklärt Kathrin Buchholz. Sie aber fände die Geschichte toll. „Und erst die Musik“, schwärmt sie weiter. „Als ich mein allererstes Handy bekam, war die Star-Wars-Melodie mein Klingelton.“

Aufs Gucken vorbereitet

Drei Besucher aus Wernigerode haben sogar schon Mittwochmittag begonnen, sich auf das Event vorzubereiten. „Wir haben alle sechs Filme geguckt, bevor wir hierher gekommen sind“, erklärt einer der drei jungen Männer.

Auch sie sind sehr gespannt auf den neuen Film. Ihrer Meinung nach „ist die Latte ziemlich hoch angesetzt worden“.

Was halten sie von den neuen Schauspielern? „Es ist eine gute Sache, mit neuen Talenten zu arbeiten. Ihre Vorgänger sind ja schließlich zum Teil auch erst durch Star Wars richtig bekannt geworden“, so ein Wernigeröder.

Zuviel Merchandising

 

Christian Heyer aus Halberstadt möchte erst einmal abwarten. „Es sind ziemlich große Fußstapfen, in die die Filmemacher jetzt treten.“ Er ist auch ein wenig skeptisch. „Mal sehen, was Disney aus dem Film gemacht hat“, erklärt der 40-Jährige. Die Merchandising-Welle, die in den letzten Monaten die Welt überrollt hat, sei ihm zu viel gewesen. Sein Begleiter sagt: „Abwarten und Tee trinken.“

Im Kinosaal ist die Aufregung der Gäste zu spüren. Unter ihnen sind nur wenige Frauen. Als die altbekannte Musik einsetzt, geht ein erwartungsvolles leises Raunen durch die Reihen. Dann beginnt sie, die 135 Minuten lange Reise in eine weit entfernte Galaxie.

Wie ist die Stimmung danach? Konnte „Das Erwachen der Macht“ die Kinobesucher überzeugen?

Kein Disney-Kitsch

„Ich fand den Film ziemlich gut“, sagt einer der Zuschauer, die den Saal als Erste verlassen. Die Männergruppe aus Wernigerode hat ebenfalls nur Positives zu dem Film zu sagen. „Keine Spur von Disney-Kitsch.“ Episode I bis III seien da doch sehr viel kitschiger und gefühlsduseliger gewesen, sagt einer der jungen Männer.

Die drei sind sich einig: „Wir freuen uns schon auf die kommenden Filme.“

In einer anderen Gruppe wird nach dem Film noch im Foyer des Kinos diskutiert. Die 18-jährigen Schüler sind ebenfalls ganz begeistert. „Mir haben die vielen Wendungen gut gefallen“, sagt Felix Kanter aus Halberstadt.

Früh wieder in der Schule

„Super, dass jetzt mal eine Frau die Heldenrolle übernimmt“, sagt Dominik Stockmann, ebenfalls aus Halberstadt. „Ich freue mich schon auf die nächsten Filme“, so Adrian Hotopp aus Klein Quenstedt.

Ob sie morgen früh nicht alle in die Schule müssten? Ja, aber das sei es ihnen wert gewesen, erklären die Zwölftklässler einstimmig.

Pierre Zimny erhofft sich als Theaterleiter des Kinoparks Zuckerfabrik viel von dem neuen Star-Wars-Film. „Wir werden in der nächsten Woche fast jede Stunde eine Vorstellung zeigen“, erklärt er. Um Weihnachten und Silvester werden es nicht weniger werden.

Zusätzlich zu der Filmversion in 3D werden sie auch eine 2D-Variante zeigen. Zimny hat sich nach der Vorstellung ebenfalls bei einigen Besuchern umgehört. „Mir wurde gesagt, wer die alten Filme mag, sollte sich die neue Episode ansehen.“

Die Produktionsarbeiten für den nächsten Star-Wars-Film, Episode VIII, sollen bereits im nächsten Jahr beginnen.