Klein Quenstedt (sr) l Eine unangenehme Überraschung hat ein Hauseigentümer am Montag gegen 11 Uhr in Klein Quenstedt erlebt: Allem Anschein nach, haben Unbekannte Buttersäure in den Eingangsbereich seines Mehrfamilienhauses geschüttet. Der Mann bemerkte einen beißenden Geruch, als er das Gebäude betrat und alarmierte die Polizei. Die Beamten zogen die Feuerwehr zurate, bestätigt ein Sprecher der Polizei.

14 Kameraden sind zweieinhalb Stunden unter der Leitung von Bodo Fuckert im Gefahrenstoffeinsatz gewesen. „Da wir nicht wissen konnten, um welchen Stoff es sich handelt, haben die Männer Chemikalienschutzkleidung und Atemgeräte getragen“, berichtet Fuckert. Mit verschiedenen Tests sei mittels Auschlussverfahren eingegrenzt worden, worum es sich bei Flüssigkeit handelt. Vorläufiges Ergebnis: Buttersäure. „Es wurden Proben entnommen, die in den kommenden Tagen untersucht werden.“

Keine Verletzten

Die Flüssigkeit sei durch die Feuerwehrleute aufgenommen und bei einen Fachbetrieb entsorgt worden. Die Stelle selbst, etwa einen halben Quadratmeter groß, reinigten und neutralisierten die Männer. Wegen des noch anhaltenden Gestanks – und so lange nicht bestätigt ist, um welche Flüssigkeit es sich handelt – ist der Bereich abgesperrt. Am heutigen Dienstag findet vor Ort eine weitere Untersuchung statt, informiert Fuckert.

„Obwohl Buttersäure ätzend auf die Atemwege wirken kann“, bemerkte der Hausbesitzer bislang keine Symptome, berichtet der Einsatzleiter weiter. „Zum Glück sind keine weiteren Personen mit der Flüssigkeit in Berührung gekommen.“ Der Eigentümer hat Anzeige erstellt und die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.