Osterwieck l Der Raum in der Osterwiecker Geschäftsstelle war überschaubarer als von früheren Spendenübergaben gewohnt. Ginge es nach den Anträgen von Vereinen, hätten Vorstandssprecher Christian Müller und Niederlassungsleiterin Kathrin Grenz gern mehr Schecks verteilt. Aber anders als früher ist seit 2016 reguliert, dass die Höhe der Zweckerträge im Bankbereich auch von der Anzahl der Lose und in welchem Bundesland sie erworben wurden abhängig ist.

1300 Lose gebucht

1300 Lose haben die Osterwiecker gebucht, 2500 die Hornburger und 4000 die Börßumer. Somit blieben von den 18 407,60 Euro, die die Volksbank in ihrem länder- übergreifenden Gebiet verteilen konnten, nur 3000 Euro für Osterwieck. In den beiden niedersächsischen Filialbereichen wurden 26 Projekte gefördert.

„Das kann ja auch Ansporn für die Osterwiecker sein, noch etwas mehr im Gewinnsparen und damit für die Gemeinschaft zu tun“, sagte Christian Müller.

Wer sind Vereine und Organisationen?

Für die Freiwillige Feuerwehr Hoppenstedt nahmen Andy Schoppe und Dietmar Weißer einen Scheck über 300 Euro in Empfang. Ein Zuschuss, um Shirts für die Einsatzkräfte zu beschaffen. 24 Frauen und Männer sind hier im Dienst, einschließlich Kinder und Senioren sind es sogar 45 Mitglieder. Im Mai feiert die Wehr ihr 125-jähriges Bestehen.

Sportverein wird 70 Jahre

Auch ein Jubiläum steht dieses Jahr in Schauen an. Der Sportverein feiert vom 9. bis 11. August seinen 70. Geburtstag, blickte Vorsitzender Thomas Schwarz voraus. Mit sportlichen Aktivitäten, aber auch einem Frühschoppen. Der Verein hat derzeit 28 Mitglieder. Im Kern sind das die Fußballer einer noch recht neuen Drei-Generationen-Freizeitmannschaft. Um diese mit Trainingsanzügen ausstatten zu können, erhielt der Sportverein Schauen von der Volksbank 500 Euro. „Wir bestreiten etwa 20 Freundschaftsspiele im Jahr“, sagte Schwarz. Pfingsten gibt es ein Turnier. Der Verein musste in den letzten Jahren überhaupt erst einmal die Voraussetzungen zum Sporttreiben schaffen. Denn der Sportplatz wurde an einen anderen Standort im Dorf verlegt. „Wir haben zuletzt viel gebaut.“

Zuwendung für Turnkasten

Auch der Sportclub Osterwieck kann sich über eine Spende freuen. 320 Euro bekam er als Zuschuss für den Kindersport, der für Mädchen und Jungen im Krippen- und Kindergartenalter angeboten wird. Genau genommen geht es um eine Wippe zum Einhängen in einen Turnkasten, ein weiteres Teil für die Kinderturnlandschaft. Über 50 Knirpse kommen freitags in zwei Durchgängen zum Turnen, berichtete Vereinsvorsitzende Ina Theuerkauf. Die Kleinen sollen für sich vor allem Freude an der Bewegung entdecken. Und natürlich wäre man froh, wenn später als Schüler der eine oder andere zum Basketball kommt. Denn das ist die Kernsportart des SCO. Von den 150 Mitgliedern sind über 100 im Nachwuchsalter.

Mit 580 Euro erhielt auch der Förderverein der Grundschule Bühne eine stattliche Summe. Diese floss in das Afrika-Projekt „Black and White“, das die Kinder voriges Jahr erleben durften. Eine Gruppe Afrikaner war in Bühne, um mit den Schülern zu singen, tanzen und trommeln sowie grundlegende Informationen des doch recht unbekannten Kontinents zu erhalten. „Das war eine gute Investition“, sagte Fördervereinsvorsitzende Bianca Quidde. „Die Kinder fanden das Projekt total toll.“

Baustein für teuren Flügel

Die größte Summe des Tages nahm Konstanze Eichner für den Tourismusverein Huy-Fallstein entgegen. Die 1000 Euro sind bestimmt für den Musikflügel im Bunten Hof, auf dem auch schon mehrere Konzerte gespielt wurden. Die Spende ist ein Baustein für den teuren Flügel. Familie Huros gab voriges Jahr hier schon ein Benefizkonzert zur Finanzierung des Instruments.

Im Mai 2018 lief die 1050-Jahr-Feier in Deersheim. Daran werden sich nicht nur die Deersheimer noch lange erinnern. Gertraud Wolff nahm einen Scheck über 300 Euro in Empfang, den das Festkomitee als Zuschuss zu den Druckkosten für einen Jubiläumsflyer erhalten hat.

Christian Müller machte noch darauf aufmerksam, dass ein Teil der Zweckerträge aus dem Gewinnsparen auch in die VR-Stiftung fließt. Sie fördert größere Vorhaben. Dazu gehört als jüngstes Beispiel die Restaurierung der Alltagsseite des Altars in der Osterwiecker Stephanikirche.