2600 Meter langer Schmutzwasserkanal sowie 93 neue Grundstücksanschlüsse sind entstanden

Bauabnahme in Kathendorf: Verkehr und Abwasser fließen wieder

Von Anett Roisch

Es ist vollbracht. Die Bauabnahme für den Abwasserkanal in Kathendorf ist erfolgt. Die schwere Technik rückt ab. Im Auftrag des Abwasserverbandes Haldensleben haben Bauarbeiter die etwa 2600 Meter lange Kanalisation und 93 Grundstücksanschlüsse geschaffen.

Kathendorf l "Der Winter mit seinen frostigen Temperaturen kam für unsere Arbeiten in Kathendorf eine Woche zu früh. Aber die Bauabnahme konnte für die Kanal- und Straßenbauarbeiten erfolgen", sagte Gerhard Hasler, Sachbearbeiter beim Abwasserverband Haldensleben. Nur ein paar Rest- arbeiten im Oberflächenbereich und den Seitenbereichen sind aufgrund der Witterung noch nicht fertig geworden. "Demnächst wird es Nacharbeiten der Baufirma und noch eine Nachabnahme geben", betonte Hasler.

Fördergeld in Höhe von 430000 Euro kann der Verband für diese Arbeiten als Zuweisung vom Land Sachsen-Anhalt bekommen. Allerdings war der Bescheid nur für ein Jahr ausgestellt. Das bedeutete, dass die Erschließung, die kurz nach Ostern begann, zügig vorangehen musste. Daraus resultierte, dass an mehreren Stellen gleichzeitig gebaut wurde. "Es ist uns gelungen, innerhalb diesen Jahres die Maßnahme zu realisieren", sagte Hasler erleichtert. Obwohl das Projekt im Zeitrahmen blieb, ist es teurer geworden. Es gab einige unvorhersehbare Schwierigkeiten, wie zum Beispiel der bautechnischen Zustand der Ortsdurchfahrt der Landesstraße 24. Die Sperrkommission des Landkreises hatte damals einer Vollsperrung zugestimmt. Die Gefahr sei für die Verkehrsteilnehmer und auch für Bauarbeiter nach den Gegebenheiten zu groß gewesen.

Groß war auch der Ärger der Pendler, die im Sommer eine über 20 Kilometer weite Umleitung hinnehmen mussten. Ende September wurde die Vollsperrung aufgehoben. Eine kleinere Umleitung und die Sperrung von Abschnitten der Nebenstraßen folgten. Jetzt kann der Verkehr wieder rollen. Die 264 Anwohner können ihr Abwasser, das ins Klärwerk Rätzlingen fließt, einleiten. Ursprünglich lagen die Gesamtkosten des Projektes nach Angaben des Verbandes bei etwa 855000 Euro. "Bevor die Schlussrechnung des Baus nicht vorliegt, kann ich zur Höhe der Investition keine Aussage machen", sagte Hasler.

Die Mehrkosten würden nicht auf die Anlieger umgelegt werden. Hasler dazu: "Die Abwasserverbände arbeiten nach dem Solidarprinzip. Die Herstellungskosten der Bauarbeiten in der jeweiligen Ortslage werden in den Topf des gesamten Verbandes gelegt und dann praktisch über Satzungsrecht aufgeteilt." Das was der Abwasserverband an Aufwendungen hatte, um den Kanal in Kathendorf herzustellen, hätte, nichts mit Umlagen für die betroffenen Bürger zu tun. "Das trägt der Verband aus der großen Kasse", erklärte der Sachbearbeiter.