Tierschutz-Projekt

Drohnen starten zur kostenlosen Rehkitz-Rettung im Großen Bruch

Immer wieder werden Rehkitze und Feldhasen Opfer von Mähdreschern. Das soll sich im Großen Bruch nun ändern - dank Hightech-Drohnen.

Von Bernd-Uwe Meyer
Im Großen Bruch kein seltenes Bild: Rehe grasen zwischen Veltheim und Roklum auf einer der Wiesen. Werden sie gemäht, kann das insbesondere für Rehkitze zur tödlichen Gefahr werden.
Im Großen Bruch kein seltenes Bild: Rehe grasen zwischen Veltheim und Roklum auf einer der Wiesen. Werden sie gemäht, kann das insbesondere für Rehkitze zur tödlichen Gefahr werden. Foto: Bernd-Uwe Meyer

Osterode/Hessen

Die Wiesen im „Großen Bruch“ und anderen Gegenden sind ein wertvoller Lebensraum für eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt. Allerdings müssen diese Wiesen auch gemäht werden. Und davon geht für die dort lebenden Tiere oft eine tödliche Gefahr aus. Denn das Mähen bedeutet für sie eine plötzliche Veränderung ihres Lebensraums.

Oft kommt es vor, dass die in den Wiesen lebenden Tiere getötet oder verstümmelt werden. Dazu gehören nicht nur Insekten, Amphibien und Reptilien, sondern auch Säugetiere wie Feldhasen und Rehkitze.

Um die jungen und schutzbedürftigen Rehe retten zu können, bietet eine Initiative von NABU, Landvolk Goslar sowie der Jägerschaft Goslar und Seesen auch in der Bruch-Region ihre ehrenamtliche und kostenlose Rehkitzrettung mithilfe von Drohnen an. Dank der Flugobjekte und ihrer Wärmesensorik können selbst Igel und die Gelege von Bodenbrütern erkannt werden.

Die Flugdaten werden nicht gespeichert. Ehrenamtliche Helfer suchen, wenn erforderlich, unentgeltlich die zu mähenden Wiesen ab. Die niedersächsische Bingo-Umweltstiftung unterstützt seit 2018 das Projekt Rehkitzrettung.