„Sport frei“ zum Kindertag

Erste Olympiade für die Kleinsten in der Veltheimer Kita

Von Vera Heinrich
Vincent gibt alles beim Schubkarrenrennen.
Vincent gibt alles beim Schubkarrenrennen. Foto: Vera Heinrich

Veltheim - Zum Kindertag gab es gleich eine doppelte Premiere für die Tagesstätte „Hänsel und Gretel“: Pünktlich zur ersten Kinderolympiade in Veltheim konnten die kleinen Sportskanonen das neue Trampolin im Garten einweihen.

„Wir sind der Behrensschen Stiftung sehr dankbar für das Sponsoring des Erdtrampolins und der Preise, die die Kinder bei den Spielen gewinnen können“, sagt Bettina Ebert. Die kommissarische Leiterin erklärt, wie aufwendig es gewesen sei, das neue Sportgerät fachgerecht im Garten aufzubauen. Mit zwei Baggern und Transportern ist das Team der freiwilligen Helfer rund um Ortsbürgermeister Tobias Kruse (WG Veltheim) an einem Freitagnachmittag in der Kindertagesstätte angerückt.

Böse Überraschung beim Trampolinaufbau

„Das haben die Männer wirklich toll gemacht. Alles war super organisiert“, sagt die Osteröderin und lobt: „Sie haben flexibel reagiert, als sich plötzlich herausgestellt hat, dass der Aufbau am ursprünglich vorgesehenen Standort nicht möglich war.“

Bei den Aushubarbeiten seien die freiwilligen Unterstützer auf die Mauern einer alten Klärgrube gestoßen, die schon längst außer Betrieb war. „Das haben wir nicht gewusst, dass die Mauern dort verlaufen“, sagt eine, die sich mit 33 Dienstjahren im Veltheimer Kindergarten wahrlich auskennt vor Ort. „Kurzerhand haben sie das Trampolin an einem anderen Platz im Garten aufgestellt. Ich bedanke mich bei Tobias Kruse, Familie Lange und Sebastian Großheim für ihren Einsatz“, sagt Bettina Ebert und ergänzt: „Sowie bei George Herbst und Steffen Neuwirth, die die Maschinen über die Firma Suchot Tiefbau organisiert haben, und schließlich bei David Friederizi.“ Der letztgenannte Kita-Vater hat laut Bettina Ebert über seinen Arbeitgeber, die Firma Knappick, das Holz für die Siegerpodeste angeschafft.

Dank an freiwillige Helfer und Behrenssche Stiftung

Die kommissarische Kita-Leiterin unterstreicht, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement für die Einrichtung ist. „Die Behrenssche Stiftung Veltheim und die zahlreichen Helfer im Ort, zu denen auch viele gehören, die keine Kinder bei uns in der Tagesstätte haben, bringen viel voran.“

Dabei hat die 60-Jährige bereits die nächste Aktion im Blick. Sie kündigt an, dass für August ein Arbeitseinsatz der Eltern geplant sei. Sie weiß schon, was in Angriff genommen werden soll und teilt mit: „Die beiden erhöhten Grünflächen vor dem Kita-Gebäude werden zurückgebaut. Es sollen dort zusätzliche Parkflächen entstehen, die wir dringend benötigen.“

Schließlich kommen alle drei Erzieherinnen von auswärts mit dem Auto zur Arbeit. „Hinzukommt im August noch eine vierte Kollegin. Wir freuen uns sehr auf die Verstärkung im Team“, erläutert sie.

Außerdem möchten sie die Parkflächen erweitern, um das Holen und Bringen der Kinder sicherer zu gestalten. „Es gibt ein gewisses Unfallrisiko, da es sehr eng vor der Tür ist“, so Ebert.

Derzeit besuchen 20 Kinder aus Veltheim, Osterode, Hessen und Sonnenburg die Einrichtung. Am Kindertag haben die 20 Sportskanonen alle ein Ziel: ein Platz auf dem Siegertreppchen zu bekommen. Dafür müssen sie sich bei mehreren Wettbewerben beweisen.

Triathlon aus drei kindgerechten Disziplinen

Zu den olympischen Disziplinen gehörten in Veltheim Schubkarrenrennen, Dosenwerfen und Sackhüpfen. Dabei waren sich die kleinen Sportler weitgehend einig, was am meisten Spaß macht: „Sackhüpfen“, meinen Lotta, Lenny und Thilo. Am schwierigsten sei dagegen das Dosenwerfen gewesen, findet Bruno.

Die Teilnehmer durften sich zur Belohnung einen kleinen Preis aussuchen wie Jojos, Puppen, Rasseln oder Armbänder. Wer es aufs Siegertreppchen geschafft hat, konnte sich zudem über einen Turnbeutel, ein Puzzle und ein Gesellschaftsspiel freuen. „Damit die Chancen möglichst fair sind, haben wir in jeder Disziplin jeweils die Sieger der mittleren und der großen Gruppe gekürt“, erklärt Stephanie Prengel. Die Erzieherin war es, die die Idee zur Kinderolympiade gehabt habe. Die Deersheimerin sagt: „Zusätzlich haben wir bei den Krippenkindern die Sieger im Dosenwerfen gekürt und eine Gesamtauswertung der mittleren und großen Gruppe erstellt.“

Laut Gesamtwertung ging die Goldmedaille jeweils an Lev (Krippe) und Emily (Kindergarten). Die Silbermedaille bekamen Leo (Krippe) und Thilo (Kindergarten). Schließlich wurden Linnea (Krippe) und Bruno (Kindergarten) mit der Bronze ausgezeichnet.

Bettina Ebert erinnert dabei an den olympischen Gedanken: „Wer nicht auf dem Siegerpodest gelandet ist, braucht nicht traurig sein.“ Dabeisein ist bekanntermaßen alles.