Preisverleihung

Halberstadt sucht den besten Vogel-Maler

Zur MoVo, der Ausstellung Moderner Vogelbilder, gehört immer auch die Verleihung zweier Preise in Halberstadt. Die Schau erlebt in diesem Jahr ihre zehnte Auflage. Mit einigen Neuerungen.

Von Renate Petrahn
Präparator Detlef Becker und Mirjam Schüz (FÖJ)  mit dem Bild „Schleiereule mit Ozzi Osbourne“, ein Werk von   Helene Rimbach für die Jubiläumsauflage der MoVo, der Ausstellung „Moderne Vogelmalerei“, die in Halberstadt am 19. Juni mit einer Preisverleihung beginnt.
Präparator Detlef Becker und Mirjam Schüz (FÖJ) mit dem Bild „Schleiereule mit Ozzi Osbourne“, ein Werk von Helene Rimbach für die Jubiläumsauflage der MoVo, der Ausstellung „Moderne Vogelmalerei“, die in Halberstadt am 19. Juni mit einer Preisverleihung beginnt. Foto: Renate Petrahn

Halberstadt - In dem Maße, wie der Kulturbetrieb wieder Fahrt aufnimmt, rückt auch die Ausstellung Moderne Vogelbilder (MoVo) näher, ausgerichtet vom Museum Heineanum und dem „Förderkreis für Vogelkunde und Naturschutz am Museum Heineanum e.V.“.

Sie ist in diesem Jahr etwas Besonderes. 2021 können zehn Jahre dieser deutschlandweit einzigartigen Ausstellung gefeiert werden, die alle zwei Jahre stattfindet. Wie ihre Vorgänger vermittelt die Schau ein beeindruckendes Abbild der Verbindung zwischen Ornithologie und Kunst.

Neuer Ort

Die Jubiläumsausstellung vereint Bekanntes und Neues. Neu ist, dass das Museum Heineanum die Bilder mit eigenen Exponaten spiegelt. Passend zu dem dargestellten Bildsujet wird ein Präparat des Museums gezeigt.

Neu ist auch, dass die Ausstellung an einem anderen Ort gezeigt wird. Anstelle der gewohnten Ausstellungsräume im Städtischen Museum ist die Präsentation in der Ausstellungsscheune am Schraubemuseum, Voigtei 48, zu sehen.

Die Vernissage findet am Sonnabend, 19. Juni, um 13 Uhr, als eine Outdoor-Veranstaltung im Hof des Schraube-Museums statt. Höhepunkt ist die Bekanntgabe des Siegerbildes und die Verleihung der Anstecknadel „Silberner Uhu“ mit Urkunde an den Preisträger.

Jury-Preis „Silberner Uhu“

Ausgelobt wurde der mit 1000 Euro dotierte „Deutsche Preis für Vogelmaler – Silberner Uhu“ vom Förderkreis für Vogelkunde und Naturschutz am Museum Heineanum e.V. Die Preisverleihung nimmt Frank-Ulrich Schmidt, Vorsitzender des Förderkreises am Heineanum, im Beisein des Oberbürgermeisters Daniel Szarata (CDU), vor. Musikalisch umrahmt wird die Eröffnung der Sonderausstellung vom Duo Amalia.

Noch hat die Schau im barrierefreien oberen Stock des Gebäudes den Charme des Unfertigen. Die Museumsmitarbeiter sind damit beschäftigt, die Ausstellung zu bauen und die Bilder zu hängen.

Ein Rundgang in Begleitung von Evelyn Winkelmann lässt jedoch deren Konturen erkennen und vermittelt zuallererst das schöne Gefühl, dass Corona die Kreativität der Künstler nicht gebremst hat.

Alle bisherigen Preisträger vertreten

Die Museumspädagogin, seit 27 Jahren im Heineanum tätig, begleitet die MoVo von Anfang an seit 2003. In diesem Jahr, so erzählt Evelyn Winkelmann, beteiligen sich 52 Künstler aus ganz Deutschland, der Schweiz und Polen, unter ihnen alle Preisträger des „Silbernen Uhu“ sowie des Publikumspreises der vorangegangenen Ausstellungen. „Interessant ist vielleicht“, so die engagierte Museumsfrau, „dass ein Drittel der Werke von Autodidakten geschaffen wurden“.

Neben bekannten Altmeistern wie etwa Harro Maass und Eugen Kisselmann oder der Preisträgerin der MoVo 2019, Tamara Pokorny, sind elf Künstler zum ersten Mal mit ihren Werken vertreten, unter ihnen junge und vielversprechende Talente.

Eine achtköpfige Jury aus renommierten Ornithologen und Kunsthistorikern hat bereits im Frühjahr eine Vorauswahl getroffen mit dem Ergebnis, dass von insgesamt 295 eingereichten Bildern 117 in der Ausstellung gezeigt werden. Diese 117 Arbeiten präsentieren nicht nur unterschiedliche Blicke auf heimische wie exotische Vögel, sondern sie geben auch einen facettenreichen Überblick über die Maltechniken, von traditionell bis modern.

Publikum wählt ebenfalls

Trotz aller Transparenz gibt es ein gut gehütetes Geheimnis, vielleicht das bestgehütete in der Stadt. Wer macht das Rennen? Hier heißt es Geduld haben bis zur Ausstellungseröffnung am 19. Juni.

Die Ausstellung ist ab 20. Juni im oberen Geschoss der Ausstellungsscheune zugänglich und zwar dienstags bis sonntags in der Zeit von 13 bis 17 Uhr. Pünktlich zur Ausstellungseröffnung erscheint ein aussagekräftiger Katalog, und es kann wie immer für den Publikumspreis gevotet werden. Diese Preisverleihung erfolgt nach Ende der Ausstellung.

Das Museum Heineanum macht vorsorglich auf die Einhaltung der geltenden Hygieneregeln (begrenzte Besucherzahl, Mund-Nasen-Schutz, Abstandsregelung, Anwesenheitsnachweis) bei der Eröffnung und bei den Ausstellungsbesuchen aufmerksam.